DRV-Bilanz12.10.22, 11:00 Uhr
"Reisewirtschaft ist längst nicht über den Berg"
Licht und Schatten zeigen die Bilanz des DRV für den ablaufenden Reisesommer und der Ausblick auf die bevorstehende Wintersaison.

Foto: DRV
Licht und Schatten zeigen die Bilanz des DRV für den ablaufenden Reisesommer und der Ausblick auf die bevorstehende Wintersaison. Die in rund zwei Wochen zu Ende gehende Sommersaison wird das Umsatzniveau des Vor-Corona-Sommers 2019 wohl annähernd erreichen. Nach Auswertungen von Travel Data + Analytics (TDA) lagen die Umsätze für organisierte Reisen zuletzt nur noch fünf Prozent unter denen des Sommers 2019 zum gleichen Zeitpunkt. Der noch nicht final ausgewertete September zeigt, dass noch viele Buchungen kurzfristig für Abreisen im September und für die Herbstferien im Oktober eingegangen sind. „Das zeigt ganz eindrucksvoll, dass die Deutschen nach der langen Zeit der Entbehrungen während der Pandemie wieder verreisen wollten und diesen Wunsch auch umsetzten, allerdings vielfach sehr kurzfristig“, sagt Präsident Norbert Fiebig um Vorfeld des DRV-Hauptstadtkongresses.
Für den gesamten Sommer zeigt sich, dass die Deutschen mehr für ihren Urlaub ausgegeben haben. Die Ausgaben pro Person und Nacht sind im Durchschnitt um 15 Prozent angestiegen. Die stärksten Umsatzsprünge verzeichnet das östliche Mittelmeer mit der Türkei (plus 33 Prozent) und Griechenland (plus 22 Prozent). Aber auch Ägypten hat mit plus acht Prozent das Umsatzniveau des Sommers 2019 übertroffen. Ein leichtes Minus von vier Prozent verbucht das westliche Mittelmeer, auch wenn die Balearen und die Kanaren ein Umsatzplus von knapp drei Prozent erreichen konnten.
Fernreiseziele legen stark zu
Besonders stark haben die Fernreiseziele von der Aufhebung der Corona-Einschränkungen profitiert. Gegenüber dem Vor-Corona-Sommer 2019 stieg der Umsatz in vielen Destinationen zweistellig an. Die Dominikanische Republik, zum Beispiel, verbucht ein Plus von 41 Prozent und die Malediven von 37 Prozent. Die USA hingegen hat im Veranstaltersegment noch nicht zu alter Stärke zurückgefunden. Letzteres gilt auch für die Kreuzfahrten. Die Rückgänge in den beiden Pandemiejahren waren zu groß. Bei Flusskreuzfahrten zeigte sich nach Angaben der Anbieter eine hohe Nachfrage für die Fahrtgebiete in Deutschland.
„Die deutlich angezogene Nachfrage in den vergangenen Monaten zeigt, dass die Reisewirtschaft auf Erholungskurs, aber noch längst nicht über den Berg ist“, resümiert Fiebig. Denn die vorläufige Bilanz für das gesamte Touristikjahr 2021/22 fällt trotz des vergleichsweise guten Sommers noch nicht so erfreulich aus. Mit allen Buchungen bis einschließlich Ende August ergibt sich aktuell noch ein Umsatzminus von 14 Prozent gegenüber dem Gesamtjahr 2018/19. Grund ist insbesondere der schlechte Winter 2021/22, der mit einem Umsatzminus von 34 Prozent abgeschlossen hatte.
Buchungen für den Winter noch zurückhaltend
Die Umsatzzahlen für den kommenden Winter liegen in den meisten Zielen noch unter den Werten des Winters 2018/19. Die Malediven erzielen jedoch bereits jetzt die Umsatzhöhe des Vor-Corona-Winterhalbjahres. Die Türkei liegt sogar 16 Prozent im Plus. Insgesamt bleiben die Buchungen für den Winter aktuell noch zurückhaltend. Der Buchungsumsatz für die gesamte Saison liegt mit Stand Ende August verglichen mit dem Vor-Corona-Winterhalbjahr 2018/19 noch 33 Prozent im Rückstand. Im Vergleich zur Wintersaison vor einem Jahr zeigen die Auswertungen erwartungsgemäß eine positive Entwicklung. Schon jetzt liegen die Umsätze um 74 Prozent höher als im Vorjahr.
Eine konkrete Prognose für das gesamte Reisejahr 2023 will Fiebig noch nicht wagen. Optimistisch stimmt, dass in der zweiten Septemberhälfte bereits jede fünfte Buchung auf den Sommer 2023 entfällt. „Abzuwarten bleibt derzeit, wie sich die Konsumneigung der Deutschen in den nächsten Wochen vor dem Hintergrund der steigenden Inflation entwickelt und wie hoch das frei zur Verfügung stehende Haushaltseinkommen sein wird.“
Für den gesamten Sommer zeigt sich, dass die Deutschen mehr für ihren Urlaub ausgegeben haben. Die Ausgaben pro Person und Nacht sind im Durchschnitt um 15 Prozent angestiegen. Die stärksten Umsatzsprünge verzeichnet das östliche Mittelmeer mit der Türkei (plus 33 Prozent) und Griechenland (plus 22 Prozent). Aber auch Ägypten hat mit plus acht Prozent das Umsatzniveau des Sommers 2019 übertroffen. Ein leichtes Minus von vier Prozent verbucht das westliche Mittelmeer, auch wenn die Balearen und die Kanaren ein Umsatzplus von knapp drei Prozent erreichen konnten.
Fernreiseziele legen stark zu
Besonders stark haben die Fernreiseziele von der Aufhebung der Corona-Einschränkungen profitiert. Gegenüber dem Vor-Corona-Sommer 2019 stieg der Umsatz in vielen Destinationen zweistellig an. Die Dominikanische Republik, zum Beispiel, verbucht ein Plus von 41 Prozent und die Malediven von 37 Prozent. Die USA hingegen hat im Veranstaltersegment noch nicht zu alter Stärke zurückgefunden. Letzteres gilt auch für die Kreuzfahrten. Die Rückgänge in den beiden Pandemiejahren waren zu groß. Bei Flusskreuzfahrten zeigte sich nach Angaben der Anbieter eine hohe Nachfrage für die Fahrtgebiete in Deutschland.
„Die deutlich angezogene Nachfrage in den vergangenen Monaten zeigt, dass die Reisewirtschaft auf Erholungskurs, aber noch längst nicht über den Berg ist“, resümiert Fiebig. Denn die vorläufige Bilanz für das gesamte Touristikjahr 2021/22 fällt trotz des vergleichsweise guten Sommers noch nicht so erfreulich aus. Mit allen Buchungen bis einschließlich Ende August ergibt sich aktuell noch ein Umsatzminus von 14 Prozent gegenüber dem Gesamtjahr 2018/19. Grund ist insbesondere der schlechte Winter 2021/22, der mit einem Umsatzminus von 34 Prozent abgeschlossen hatte.
Buchungen für den Winter noch zurückhaltend
Die Umsatzzahlen für den kommenden Winter liegen in den meisten Zielen noch unter den Werten des Winters 2018/19. Die Malediven erzielen jedoch bereits jetzt die Umsatzhöhe des Vor-Corona-Winterhalbjahres. Die Türkei liegt sogar 16 Prozent im Plus. Insgesamt bleiben die Buchungen für den Winter aktuell noch zurückhaltend. Der Buchungsumsatz für die gesamte Saison liegt mit Stand Ende August verglichen mit dem Vor-Corona-Winterhalbjahr 2018/19 noch 33 Prozent im Rückstand. Im Vergleich zur Wintersaison vor einem Jahr zeigen die Auswertungen erwartungsgemäß eine positive Entwicklung. Schon jetzt liegen die Umsätze um 74 Prozent höher als im Vorjahr.
Eine konkrete Prognose für das gesamte Reisejahr 2023 will Fiebig noch nicht wagen. Optimistisch stimmt, dass in der zweiten Septemberhälfte bereits jede fünfte Buchung auf den Sommer 2023 entfällt. „Abzuwarten bleibt derzeit, wie sich die Konsumneigung der Deutschen in den nächsten Wochen vor dem Hintergrund der steigenden Inflation entwickelt und wie hoch das frei zur Verfügung stehende Haushaltseinkommen sein wird.“

