TUI AG18.03.22, 13:04 Uhr
Ministerium prüft Mordaschow-Transaktion
Durch eine Aktien-Transaktion hat der russische Oligarch Alexej Mordaschow den Großteil seiner TUI-Aktien an seine Ehefrau übertragen.

Foto: TUI Group
Offenbar versucht der russische Oligarch und bisherige TUI-Großaktionär Alexej Mordaschow sich durch einen Aktien-Deal den EU-Sanktionen zu entziehen. Das Bundeswitschaftsministerium hat deshalb ein Prüfverfahren nach dem Außenwirtschaftsgesetz gegenüber der Firma Ondero Limited eingeleitet, die auf den British Virgin Islands sitzt. Das Unternehmen ist mehrheitlicher Gesellschafter der Unifirm Limited, die nach einer Aktienübertragung jetzt 29,9 Prozent der TUI-Anteile hält. Kontrollierende Gesellschafterin des Unternehmens ist Marina Mordaschowa, Ehefrau von Alexej Mordaschow. Durch die Neuordnung der Anteile ist sie nun Großaktionärin der TUI. Mordaschow selbst hält über die Severgroup 4,1 Prozent, auf die er wegen der EU-Sanktionen aber keinen Zugriff hat. Laut TUI wurde bei der Pflichtveröffentlichung zur Aktienübertragung zunächst kein kontrollierender Gesellschafter der Ondero Limited mitgeteilt. Dies sei erst in einer korrigierten, neuen Mitteilung geschehen. Das Wirtschaftsministerium prüft nun, ob die Transaktion wirksam ist. Bis zum Abschluss des Verfahrens bleibt sie „schwebend unwirksam“, die Stimmrechte von Unifirm Limited dürfen nicht ausgeübt werden.

