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Aktionsbündnis Tourismusvielfalt
06.12.21, 16:01 Uhr

„Fatale Auswirkungen“ durch Corona-Einschränkungen

Das Aktionsbündnis Tourismusvielfalt hält die neuen Corona-Regeln zwar für sinnvoll, weist gleichzeitig aber auf die Auswirkungen auf die Tourismusindustrie hin.

Foto: VIR
Das Aktionsbündnis Tourismusvielfalt (ATV), ein Zusammenschluss von 28 touristischen Branchenverbänden, hält die neuen bundesweiten Corona-Regeln zwar für sinnvoll, weist gleichzeitig aber auf die gravierenden Auswirkungen auf die Tourismusindustrie hin. Die Politik müsse sich ihrer Verantwortung für die über drei Millionen direkt in der Touristik Beschäftigten in Deutschland bewusst sein. Auch die Partnerinnen und Partner in den ausländischen Destinationen würden die Folgen der jüngsten Beschlüsse erneut unmittelbar spüren. Das Aktionsbündnis verweist vor allem auf die Situation in Afrika, wo wegen der Reisebeschränkungen durch die Omikron-Variante fatale Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Ernährungssituation der Bevölkerung drohten.

„In den vorherigen Corona-Wellen hat sich immer wieder gezeigt, dass die touristisch Reisenden nicht die Multiplikatoren des Virus und der organisierte Tourismus nicht der Auslöser für die derzeitige vierte Welle sind“, betont ATV-Sprecher Michael Buller. „Deshalb müssen politische Entscheidungen mit Bedacht gewählt werden. Die aktuellen schnellen Reise-Restriktionen aufgrund der Omikron-Virusvariante sorgen für eine große Verunsicherung beim Endverbraucher. Dies hat auf die globale Touristik gerade jetzt zur Hauptbuchungszeit massive wirtschaftliche Folgen.“

Corona-Regeln wie in Sachsen, wo Reisebüros schließen mussten, alle anderen Geschäfte aber geöffnet bleiben dürfen, seien für die Tourismusbranche ein Schlag ins Gesicht. „Damit wird der Tourismus wieder völlig unberechtigterweise regelrecht abgestraft.“ Zudem stünden zahlreiche touristische Unternehmen vor der Situation, dass sie mit den Rückzahlungen ihrer KFW-Kredite beginnen müssten. „In einer Branche, die derart stark von Restriktionen betroffen ist wie die Touristik, kann gar nicht so viel Liquidität erwirtschaftet werden, wie es in naher Zukunft notwendig sein wird“, warnt Buller. Er plädiert für ein rasches Nachbessern bei den Ursprungsprogrammen, konkret eine Verdoppelung der Laufzeit, eine Tilgung erst ab 2024 sowie einen deutlich reduzierten Zinssatz.