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DRV
27.10.21, 12:52 Uhr

Die Pandemie verstärkt den Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel in der Branche hat durch die Corona-Pandemie zugenommen. Das ist ein Ergebnis einer DRV-Umfrage in der Reisewirtschaft.

Foto: iStock
Der Fachkräftemangel in der Branche hat durch die Corona-Pandemie zugenommen. Das ist ein Ergebnis einer DRV-Umfrage, an der über 550 Unternehmen aus der Reisewirtschaft teilgenommen haben. Knapp zwei Drittel der Befragten geben an, dass sie im Laufe der Pandemie keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen mussten. Allerdings sagt mehr als die Hälfte, dass sich zahlreiche Mitarbeitende entschieden haben, die jeweiligen Unternehmen oder die Branche ganz zu verlassen.

Ebenfalls zwei Drittel haben für das gerade begonnene Ausbildungsjahr keinen Ausbildungsplatz angeboten. Bei den Reisebüros sind es sogar 72 Prozent. Rund die Hälfte aller Unternehmen will im nächsten Jahr wieder Ausbildungsplätze anbieten. Auch auf den Arbeitsalltag und die Kundenberatung hat sich die Pandemie ausgewirkt. Der DRV-Branchencheck hat ergeben, dass die meisten Firmen flexiblere Arbeitszeiten und neue Möglichkeiten geschaffen haben, im Home Office oder mobil zu arbeiten. Diese werden demnach auch weiterhin beibehalten werden.

Schwache Nachfrage nach nachhaltigen Reisen

Bei der Frage, ob es künftig Veränderungen bezüglich der Nachfrage nach nachhaltigen, klimaschonenden Reiseangeboten geben wird, ist die Reisewirtschaft noch unterschiedlicher Meinung. Rund 55 Prozent der befragten Veranstalter rechnen mit einem Anstieg der Nachfrage. Die Reisebüros sind hier zurückhaltender. Lediglich ein Drittel glaubt, dass die Nachfrage nach grünen Reisen in den kommenden Jahren steigen wird.

Einig sind sich alle Unternehmen bei der Frage, ob Kunden bereits in diesem Jahr mehr nahhaltige Reisen gebucht haben. Die Mehrheit stimmte dieser Aussage nicht zu. „Aktuell sehen wir nach wie vor noch eine starke Diskrepanz zwischen dem häufig geäußerten Wunsch nachhaltig zu reisen und der tatsächlichen Buchungsentscheidung des Kunden", so DRV-Präsident Norbert Fiebig.