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Corona-Krise
19.10.21, 15:18 Uhr

Der Flughafen Hahn beantragt Insolvenzverfahren

Die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH hat heute beim Amtsgericht Bad Kreuznach Insolvenz angemeldet. Der Flugverkehr läuft weiter.

Foto: iStock
Die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH hat heute beim Amtsgericht Bad Kreuznach Insolvenz angemeldet (Aktenzeichen 3 IN 67/21). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Frankfurter Anwalt Jan Markus Plathner bestellt. Gleichzeitig haben die HHN Airport Technology GmbH, die HHN Aviation Security GmbH, die HNA Airport Services GmbH und die JFH Jet Fuel Hahn GmbH ein Insolvenzverfahren beantragt. „Ich werde mir jetzt zusammen mit meinem Team vor Ort einen Überblick über die aktuelle Lage verschaffen und die Möglichkeiten für die Sanierung des Unternehmens ausloten“, so Plathner in einer ersten Stellungnahme. Der Betrieb des Flughafens laufe in vollem Umfang weiter, der Flugverkehr finde wie von den Fluggesellschaften geplant statt.

Hauptgesellschafter des Flughafens ist mit 82,5 Prozent der finanziell angeschlagene chinesische Konzern HNA. Dieser war kürzlich in die Schlagzeilen geraten, nachdem die Führungsspitze in China verhaftet worden war. Berichten zufolge suchte die Gruppe nach Käufern für ihre Flughafen-Anteile. Die restlichen Anteile am Hahn hält das Land Hessen.

Wie die anderen Flughäfen wurde auch der Hahn schwer von der Corona-Krise getroffen. Im Vor-Krisen-Jahr 2019 wurden noch rund 1,5 Millionen Fluggäste gezählt. 2020 waren es nur noch rund 437.000 (-71 Prozent). Von Januar bis August 2021 starteten und landeten knapp 350.000 Passagiere (+8 Prozent) im Hunsrück. Bereits im Juni hatte ein Gläubiger beim Amtsgericht Bad Kreuznach ein Insolvenzverfahren gegen den Flughafen beantragt, den Antrag aber eine Woche später wieder zurückgezogen.