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Flussreisen in China
08.03.26, 11:03 Uhr

Nicko Cruises kündigt Comeback auf dem Yangtse an

Der Kreuzfahrtveranstalter kehrt 2027 auf Asiens längsten Fluss zurück. An Bord der Victoria Sabrina sind 15 Reisen durch Chinas Schluchtenlandschaften geplant, kombiniert mit Aufenthalten in Metropolen wie Shanghai und Peking. Auch Ausflüge zu Unesco-Highlights stehen auf dem Programm.

Zwischen Flussidylle und Transrapid-Tempo: CEO Guido Laukamp bringt Nicko Cruises zurück auf den Yangtse. Foto: TRVL COUNTER/Sandra Kathe

Mit der Ankündigung eines neuen Schiffs und diversen besonderen Reiseplänen von neuen Fahrgebieten bis zur 172-Tage-Weltreise hatte der auf Fluss- und Hochseereisen spezialisierte Veranstalter Nicko Cruises bei der diesjährigen ITB einige Neuigkeiten für 2027/2028 im Gepäck.

Ein besonderes Highlight für CEO Guido Laukamp: das Comeback in eine Fluss-Region, die nach der Pandemie zunächst aus etlichen Veranstalterprogrammen verschwunden war. 

Comeback auf dem Yangtse

Nicko kehrt mit der Victoria Sabrina in China auf den Yangtse zurück. Der längste Fluss Asiens dient dabei als ideale Basis, um weitere Highlights im Reich der Mitte zu erleben.

So geht es für die Passagiere an 15 Terminen zwischen März und November 2027 auf der neu geplanten Reise nicht nur durch dramatische Felsschluchten und grüne Landschaften, sondern auch auf kombinierten Fahrten, unter anderem per Transrapid, in Metropolen wie Shanghai und Peking sowie zu zahlreichen Sightseeing-Highlights. 

Flussreise mit Tradition, Städte voller Entdeckungen 

Die geplante Rund- und Entdeckereise, die ab der nächsten Katalogvorstellung buchbar sein soll, führt die bis zu 572 Gäste des Schiffs etwa für vier volle Tage in die Metropole Shanghai, von wo aus etliche Entdeckungen im Hochgeschwindigkeitszug Transrapid warten. Dieser zählt für Laukamp zu den spannendsten technologischen Fortschritten des Landes und bildet einen Kontrast zum Flussteil der Reise, der sich vor allem auf Chinas Traditionen und sagenhafte Schluchtenlandschaften fokussieren soll.

Eingeschifft wird in Yichang, von wo aus die Gäste unterwegs in Richtung der Metropole Chongqing etliche Tempelanlagen sowie Sehenswürdigkeiten wie die legendäre Geisterstadt in Fengdu zu sehen bekommen. 

Zum 2020 fertiggestellten Schiff selbst sagt Laukamp, dass es deutlich größer sei als die Schiffe, die Nicko-Passagiere in europäischen Fahrgebieten gewohnt seien, dank seiner Modernität aber gleichzeitig einen besonderen Charme habe.

China wieder stärker gefragt

Generell sei die Destination China in den vergangenen Jahren immer wieder nachgefragt worden, sodass Nicko optimistisch in den Verkauf der Reise starte. Gerade im Vergleich zum gerade schwächelnden Fahrgebiet in den USA, habe sich die Nachfrage für China merklich gebessert, was auch darauf zurückzuführen sei, dass China als Destination zunehmend „verlässlich“ wahrgenommen werde.

Ausschlaggebend für Chinas Attraktivität bei Reisenden sind sicherlich auch einige der Highlights, die auf der Rundreise auf dem Rückweg Richtung Peking auf dem Programm stehen. Dazu zählen vor allem auch Unesco-Welterbestätten wie die Chinesische Mauer oder die Terrakotta-Armee in Xi’An.

Starke Aussichten trotz Kostensteigerungen

Generell prognostiziert Nicko nach einem starken Jahr 2025 auch für die laufende Saison ein zweistelliges Wachstum – und das, obwohl die Wave Season zum Jahresauftakt im Vergleich zum Vorjahr etwas weniger erfolgreich ausgefallen sei.

Auch die Folgen von schwächelndem Konsumklima und steigenden Preisen machten sich bemerkbar. Dennoch sei der Frühbucheranteil auf den Flussschiffen genau wie auf dem Hochseeschiff Vasco da Gama überdurchschnittlich und die Routen von Island-Umrundung bis zur Genusstour auf den Flüssen im besonders beliebten Flusskreuzfahrt-Zielgebiet Frankreich gut nachgefragt.

Preisentwicklung und Nachfrage

Zu den Gründen dafür, dass sich die Preise um drei bis fünf Prozent nach oben entwickelt hätten, zählten laut Laukamp etliche Faktoren, darunter steigende Mindestlöhne, Destinationsabgaben sowie der EU-Emissionshandel. Auffällig sei, dass Kunden weiterhin gern reisen – auch in Zeiten zahlreicher Krisen. Das zeige sich unter anderem an den weiter steigenden Passagierzahlen.

Sandra Kathe