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Abenteuerurlaub
03.05.26, 09:57 Uhr

Intrepid stärkt Europa-Geschäft mit Übernahme von Altaï

Der australische Abenteuerspezialist übernimmt die französische Altaï Group und stärkt damit seine Präsenz in Europa. Die Akquisition bringt neue Marken, ein eigenes DMC-Netzwerk und Zugang zu wichtigen frankophonen Märkten wie Belgien, der Schweiz und Kanada.

Die Übernahme der Altaï Group markiert den nächsten Expansionsschritt von Intrepid Travel in Europa. Foto: Intrepid
Abenteuerspezialist Intrepid Travel übernimmt die französische Altaï Group und stärkt damit seine Präsenz in einem der wichtigsten europäischen Quellmärkte für Aktivreisen.

Die Altaï Group mit Sitz in Lyon betreibt mehrere Veranstaltermarken im Bereich naturnaher, nachhaltiger Kleingruppen- und Erlebnisreisen, darunter Atalante, Altaï Travel, Copines de Voyage und Les Aventureurs. Das Unternehmen führt seine Reisen über ein eigenes DMC-Netzwerk durch und ist – wie Intrepid selbst – B-Corp-zertifiziert.

Finanzieller Impact und Wachstumspotenzial

Laut Intrepid könnte die Akquisition mehr als 100 Millionen US-Dollar zusätzlichen Jahresumsatz sowie rund 35.000 neue Kunden pro Jahr bringen. Strategisch erschließt der Deal nicht nur den französischen Markt, sondern eröffnet auch Wachstumsperspektiven in weiteren frankophonen Märkten – konkret Belgien, die Schweiz und Kanada.

Die Transaktion ist bereits die zweite substanzielle Investition von Intrepid in Europa: Anfang 2025 hatte das Unternehmen den niederländischen Marktführer Sawadee Reizen übernommen. Beide Deals folgen einer klaren Expansionsstrategie in nicht englischsprachige Quellmärkte – ein Wachstumssegment, das für Intrepid offenbar an strategischer Priorität gewonnen hat.

Verkäufer ist Intrepid-Großaktionär

Verkäufer der Altaï Group ist die Investmentgesellschaft von Julien Leclercq, der seit 2021 als Anteilseigner an Intrepid beteiligt ist und dem Unternehmen als nicht-geschäftsführendes Vorstandsmitglied angehört. Leclercq ist darüber hinaus Vorstandsvorsitzender des Sportartikelhändlers Decathlon. Die Transaktion stellt damit einen konzerneigenen Verkauf dar – ein ungewöhnliches, aber aus Sicht beider Parteien vorteilhaftes Konstrukt.

Operative Kontinuität gewahrt

Auf operativer Ebene bleibt die Altaï Group zunächst unverändert: Geschäftsführer Yann Wulser behält seine Position und berichtet künftig an Zina Bencheikh, Managing Director EMEA bei Intrepid. Das Unternehmen bleibt in Frankreich ansässig und operiert kurzfristig weiterhin unter seinen bestehenden Marken.

Für Reiseveranstalter und Reisebüros, die mit der Altaï Group zusammenarbeiten, dürfte sich im laufenden Geschäftsbetrieb zunächst wenig ändern – mittel- bis langfristig könnten jedoch Intrepids globale Infrastruktur und das DMC-Netzwerk in 33 Ländern neue Produktmöglichkeiten eröffnen.