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Insolvenzschutz
31.08.21, 15:25 Uhr

Verbände organisieren Reisesicherungsfonds

Das Bundesjustizministerium hat die Verbände DRV, ASR, Forum Anders Reisen, RDA und VIR als Träger des neuen Reisesicherungsfonds beauftragt.

Foto: iStock
Das Bundesjustizministerium hat die Verbände DRV, ASR, Forum Anders Reisen, RDA und VIR als Träger des neuen Reisesicherungsfonds beauftragt. Dazu hatten die Verbände bereits im Mai den Deutschen Reise Sicherungsfonds (DRSF) gegründet. Er soll künftig bei einer Veranstalterinsolvenz die Reisenden entschädigen und ihre Rückreise organisieren. Mit 78 Prozent hält der DRV die meisten Anteile am DRSF. Zehn Prozent hält der RDA, je fünf Prozent halten das Forum Anders Reisen und der VIR und zwei Prozent der ASR. Der Gesellschafterkreis zeigt sich offen für weitere Verbände, die Anbieter von Pauschalreisen und verbundenen Reiseleistungen repräsentieren. „Wir sind uns der Verantwortung für die Branche bewusst. Mitten in der Corona-Pandemie ist die bessere Absicherung der Reisenden eine wirtschaftliche Herausforderung für die überwiegende Mehrheit der Reiseunternehmen“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Der neue Fonds soll zum 1. November starten. Als Geschäftsführer der DRSF GmbH wurden Thomas Schreiber und Andreas Gent bestellt. Schreiber verfügt über langjährige Erfahrungen im Asset- und Fondsmanagement. Gent kommt aus der Versicherungswirtschaft. Von 2001 an war er im Vorstand der Hanse Merkur-Versicherungsgruppe und ist heute Aufsichtsratsvorsitzender der Hanse Merkur Krankenversicherung AG. Bis Oktober 2027 soll der von den Veranstaltern finanzierte Fonds ein Zielkapital von 750 Millionen Euro aufbauen. In der Anfangsphase stellt der Bund dafür eine Absicherung bereit. Für alle Veranstalter ab einem Umsatz von zehn Millionen Euro ist der Fonds verpflichtend. Als Aufsichtsbehörde ist das Bundesjustizministerium bestimmt. Zudem soll in Kürze ein Beirat berufen werden, der die Geschäftsführung unterstützt und berät.