Innerdeutscher Flugverkehr15.04.21, 12:23 Uhr
Vier Millionen sollen auf die Bahn umsteigen
Der Verband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft und die Bahn starten einen Aktionsplan zur stärkeren Vernetzung der Verkehrsträger.

Foto: Deutsche Bahn
Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und die Deutsche Bahn (DB) starten einen gemeinsamen Aktionsplan zur stärkeren Vernetzung der Verkehrsträger und zur Absenkung der Treibhausgas-Emissionen im Verkehrssektor. In der heute in Berlin unterzeichneten Erklärung kündigen die beiden Parteien an, mit einer Reihe von Maßnahmen die Schnittstellen zwischen den Verkehrsträgern und das Mobilitätsangebot so zu verbessern, dass sich mehr Reisende für die Schiene entscheiden, insbesondere bei der Anreise zu Drehkreuzflughäfen.
Im Jahr 2019 hat die Luftverkehrsbranche rund 23 Millionen Reisende verzeichnet, davon ach Millionen im Zubringerverkehr und 15 Millionen auf reinen Inlandsreisen. BDL und DB wollen rund 4,3 Millionen Passagiere für den Umstieg auf den Zug gewinnen. Dadurch ließe sich der Anteil des innerdeutschen Luftverkehrs an den CO2-Emissionen in Deutschland um ein Sechstel reduzieren.
Zubringerflüge sollen ersetzt werden
Um das Ziel zu erreichen, soll unter anderem das Angebot von Lufthansa Express Rail um weitere innerdeutsche Strecken wachsen. Wird das Angebot von den Kunden angenommen, könnten Flugverbindungen eingestellt werden, wie etwa geschehen bei Köln - Frankfurt oder zuletzt Berlin - Nürnberg. Die Bahnverbindungen sollen vor allem Zubringerflüge zu großen Drehkreuzen sowie den Individualverkehr mit dem Auto zum Flughafen auf die Schiene verlagern. Auch das Umsteigen zwischen Bahn und Flugzeug und die Gepäckhandhabung sollen erleichtert werden. Den Anfang macht dabei der Frankfurter Flughafen. Zudem soll der Bedarf an Inlandsflügen durch den Ausbau des Schienennetzes und die Umsetzung des Deutschlandtakts gesenkt werden.
Damit der Plan aufgeht, müssen aber noch mehr Airports an den Fernverkehr der Bahn angeschlossen werden. „Eine kundenfreundliche Anbindung der Flughäfen an das Schienennetz ist Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen für die Anreise zum Flughafen die Schiene wählen statt Flugzeug oder Auto“, sagt Stefan Schulte, Fraport-Chef und Präsident des Flughafenverbands ADV. Bislang sind aber nur die Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Leipzig mit dem Fern- und Nahverkehr verknüpft. Andere wichtige Airports wie München, Hamburg und Stuttgart sind nur per Nahverkehr zu erreichen. Der Stuttgarter Flughafen soll 2025 an den Fernverkehr angebunden werden. In Bayern werden derzeit Optionen für die Anbindung des Münchner Flughafens geprüft.
Im Jahr 2019 hat die Luftverkehrsbranche rund 23 Millionen Reisende verzeichnet, davon ach Millionen im Zubringerverkehr und 15 Millionen auf reinen Inlandsreisen. BDL und DB wollen rund 4,3 Millionen Passagiere für den Umstieg auf den Zug gewinnen. Dadurch ließe sich der Anteil des innerdeutschen Luftverkehrs an den CO2-Emissionen in Deutschland um ein Sechstel reduzieren.
Zubringerflüge sollen ersetzt werden
Um das Ziel zu erreichen, soll unter anderem das Angebot von Lufthansa Express Rail um weitere innerdeutsche Strecken wachsen. Wird das Angebot von den Kunden angenommen, könnten Flugverbindungen eingestellt werden, wie etwa geschehen bei Köln - Frankfurt oder zuletzt Berlin - Nürnberg. Die Bahnverbindungen sollen vor allem Zubringerflüge zu großen Drehkreuzen sowie den Individualverkehr mit dem Auto zum Flughafen auf die Schiene verlagern. Auch das Umsteigen zwischen Bahn und Flugzeug und die Gepäckhandhabung sollen erleichtert werden. Den Anfang macht dabei der Frankfurter Flughafen. Zudem soll der Bedarf an Inlandsflügen durch den Ausbau des Schienennetzes und die Umsetzung des Deutschlandtakts gesenkt werden.
Damit der Plan aufgeht, müssen aber noch mehr Airports an den Fernverkehr der Bahn angeschlossen werden. „Eine kundenfreundliche Anbindung der Flughäfen an das Schienennetz ist Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen für die Anreise zum Flughafen die Schiene wählen statt Flugzeug oder Auto“, sagt Stefan Schulte, Fraport-Chef und Präsident des Flughafenverbands ADV. Bislang sind aber nur die Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Leipzig mit dem Fern- und Nahverkehr verknüpft. Andere wichtige Airports wie München, Hamburg und Stuttgart sind nur per Nahverkehr zu erreichen. Der Stuttgarter Flughafen soll 2025 an den Fernverkehr angebunden werden. In Bayern werden derzeit Optionen für die Anbindung des Münchner Flughafens geprüft.

