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Konzernergebnis
04.03.21, 10:17 Uhr

Lufthansa muss Milliardenverlust verkraften

Der dramatische Nachfragerückgang durch die Corona-Pandemie hat der Lufthansa Group einen Rekordverlust von 6,7 Milliarden Euro beschert.

Foto: iStock
Der dramatische Nachfragerückgang durch die Corona-Pandemie hat sich entsprechend dramatisch auf das Jahresergebnis 2020 von Lufthansa ausgewirkt. Der Umsatz der Lufthansa Group ist auf 13,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 36,4 Milliarden Euro) gesunken. Trotz Kostensenkungen muss der Konzern einen Verlust von 6,7 Milliarden Euro verbuchen. Im Vorjahr waren es noch 1,2 Milliarden Euro Gewinn. Auch die Verkleinerung der Flotte und der massive Stellenabbau konnten daran nichts ändern.

Die Airlines der Lufthansa Group haben 2020 rund ein Drittel der Flüge beziehungsweise eine Kapazität von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angeboten. Die Zahl der Passagiere lag mit 36,4 Millionen bei 25 Prozent des Vorjahreswertes, woraus sich eine um 19,3 Prozentpunkte niedrigere Auslastung von 63 Prozent ergibt.

Für das Gesamtjahr 2021 kalkuliert Lufthansa mit einer Angebotskapazität von 40 bis 50 Prozent im Vergleich zu 2019. „Ab dem Sommer rechnen wir wieder mit einer stärkeren Nachfrage, sobald durch eine weitere Verbreitung von Tests und Impfstoffen die restriktiven Reisebeschränkungen zurückgehen“, sagt Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Mitarbeiter um rund 28.000 zurückgegangen. In Deutschland müssen weitere rund 10.000 Stellen entfallen beziehungsweise die entsprechenden Personalkosten kompensiert werden. Die Konzern-Flotte soll auf 650 Flugzeuge im Jahr 2023 reduziert werden. Erst Mitte des Jahrzehnts rechnet Lufthansa wieder mit einem Angebotsniveau in Höhe von 90 Prozent.