Anzeige
Wirtschaftsgipfel
17.02.21, 09:33 Uhr

DRV fordert Restart-Strategie von Altmaier

Der DRV hat einen virtuellen Wirtschaftsgipfel genutzt, um seiner Forderung nach einer Restart-Stategie Nachdruck zu verleihen.

Foto: DRV
Der DRV hat einen virtuellen Wirtschaftsgipfel mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier genutzt, um seiner Forderung nach einer Restart-Stategie für den Tourismus Nachdruck zu verleihen. Gleichzeitig hat der Verband „unsachgemäße und leichtfertige Äußerungen“ von Politikern zum Oster- und Sommerurlaub kritisiert. „Solche Aussagen sind verantwortungslos und führen die Reisewirtschaft Stück für Stück näher an den Abgrund “, so Präsident Norbert Fiebig. Durch die Verlängerung des Lockdowns werde die wirtschaftliche Situation der rund 11.000 Reisebüros und über 2.300 Veranstalter nochmals verschärft. Die Hilfen des Bundes könnten die wirtschaftlichen Ausfälle nicht hinreichend kompensieren. „Insbesondere dann nicht, wenn wir von einem Lockdown zum nächsten gehen. Schon jetzt muss eine Verlängerung der Hilfen über Juni hinaus auf den Weg gebracht werden.“

Dass organisierte Reisen als hauptverantwortliche Treiber der Pandemie stigmatisiert werden, hat der DRV schon früher kritisiert. Jetzt liefert eine neue Studie des Robert-Koch-Instituts dafür weitere Argumente. Demnach war die klassische Urlaubsreise ins Ausland nicht Treiber des Infektionsgeschehens in Deutschland. An der Spitze der RKI-Liste der wichtigsten Expositionsländer für die Eintragung von Corona stehen der Kosovo, Kroatien, die Türkei, Bosnien-Herzegowina und Rumänien. Das RKI stellt fest, dass dies Länder sind, aus denen Saison- und Vertragsarbeiter nach Deutschland kommen, aber auch Heimatländer von Einwanderern. Erst danach und zahlenmäßig mit größerem Abstand folgen beliebte Urlaubländer wie Spanien oder Frankreich.