BVMW15.02.21, 16:12 Uhr
Mittelstand kritisiert neuen Insolvenzschutz
Der größte Unternehmerverband Deutschlands fordert Nachbesserungen beim Reisesicherungsfonds. Grundsätzlich hält er den Fonds für dringend notwendig.

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Der größte Unternehmerverband Deutschlands, der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), mahnt Nachbesserungen beim geplanten Reisesicherungsfonds an. Einerseits solle der Fonds vor allem Insolvenzen großer Reiseunternehmen auffangen, welche die bisherige Haftungsbegrenzung von 110 Millionen Euro deutlich übersteigen würden. Andererseits seien die geplanten Beiträge vor allem eine Mehrbelastung für Neugründungen und kleine und mittlere Unternehmen. In manchen Fällen würde es sogar zu einer Verdoppelung der bisherigen Versicherungskosten kommen. „Eine Mehrbelastung ohnehin deutlich angeschlagener mittelständischer Unternehmen lehnen wir in der gegenwärtigen Lage ab", sagt Daniela Gerdes, Vorsitzende der BVMW-Kommission Tourismus, mit Verweis auf die Corona-Krise.
Grundsätzlich hält der Verband den Fonds für dringend notwendig. Die geplante Umsetzung sieht Gerdes jedoch kritisch: "Insbesondere bei dem Aufbau des Reisesicherungsfonds und dessen langfristiger Gültigkeit fehlt es in dem vorliegenden Gesetzesentwurf an vielen Stellen an Transparenz, um die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen abschließend bewerten zu können. Gleichzeitig wird die Heterogenität der Branche an vielen Stellen nicht mitgedacht.“
Grundsätzlich hält der Verband den Fonds für dringend notwendig. Die geplante Umsetzung sieht Gerdes jedoch kritisch: "Insbesondere bei dem Aufbau des Reisesicherungsfonds und dessen langfristiger Gültigkeit fehlt es in dem vorliegenden Gesetzesentwurf an vielen Stellen an Transparenz, um die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen abschließend bewerten zu können. Gleichzeitig wird die Heterogenität der Branche an vielen Stellen nicht mitgedacht.“

