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20.08.20, 08:00 Uhr

Corona: DRV nimmt Pauschaltourismus in Schutz

Der DRV wehrt sich dagegen, dass den Auslandsurlaubern in der Debatte um die weiter ansteigenden

Der DRV wehrt sich dagegen, dass den Auslandsurlaubern in der Debatte um die weiter ansteigenden Coronazahlen der Schwarze Peter zugeschoben wird. Der organisierte Tourismus sei nur in äußerst geringem Umfang von Corona-Infektionen betroffen. Dies bestätige eine aktuelle Abfrage unter den im DRV organisierten Reiseveranstaltern. Knapp 40 Prozent derjenigen, die in der vergangenen Woche in Deutschland positiv auf Corona getestet wurden, haben sich vermutlich im Ausland angesteckt. Als wahrscheinlichste Infektionsländer werden der Kosovo, die Türkei, Kroatien, Bulgarien sowie Bosnien und Herzegowina genannt. „Das zeigt, dass die hohe Anzahl von Infektionen insbesondere aus Destinationen mit einem sehr hohen Anteil an ethnischem Reiseverkehr herrührt ", sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig. Aus Sicht des Verbands stellt die Pauschalreise per se kein größeres oder kleineres Risiko dar, als etwas der Besuch eines Badesees im Umland oder eines Restaurants im Stadtzentrum. Gerade auch die Türkei wird wegen des obligatorischen Coronatests vor dem Rückflug als sicher betrachtet. Politik und Behörden sollten eher ein besonderes Augenmerk auf Rückkehrer auf dem Landweg legen. „Die Politik muss mit Blick auf den ethnischen Reiseverkehr und Länder des Westbalkans schärfer kontrollieren, ob die bestehenden Vorschriften eingehalten werden", so Fiebig.