13.08.20, 08:00 Uhr
TUI macht Milliardenverlust
Die Coronapandemie setzt der TUI schwer zu. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres (April – Juni)
Die Coronapandemie setzt der TUI schwer zu. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres (April – Juni) weist der Konzern einen Verlust von 1,45 Milliarden Euro aus. In den ersten neuen Monaten liegt der Verlust sogar bei 2,3 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz ist im dritten Quartal um 98,5 Prozent auf rund 72 Millionen Euro zurückgegangen. Der kumulierte Umsatz beträgt 6,7 Milliarden Euro, ein Minus von 41,2 Prozent. Vorstandschef Fritz Joussen bleibt trotzdem optimistisch: „Die TUI ist sehr erfahren im Management von Krisen. Wir werden auch diese erfolgreich meistern, und die TUI wird gestärkt aus ihr hervorgehen und langfristig wirtschaftlich wieder so erfolgreich sein wie vor der Pandemie.“
Neben zwei Stabilisierungspaketen der Bundesregierung von 1,8 Milliarden und 1,2 Milliarden Euro sollen vor allem Kostensenkungen und die Digitalisierung dazu beitragen. Die Overhead-Kosten sollen dauerhaft konzernweit um 30 Prozent reduziert werden. Das entspricht jährlichen Einsparungen von mehr als 300 Millionen Euro. Zu den ersten eingeleiteten Maßnahmen gehören die geplante Flottenverkleinerung bei Tuifly, die Umstrukturierung des Frankreichgeschäfts mit der Fokussierung auf die Kernmarken sowie der Ausbau der Digitalisierung, etwa im Vertrieb in Großbritannien. Dort werden 166 stationäre Reisebüros geschlossen. Zusätzlich will TUI die digitalen Services am Urlaubsort ausbauen.