03.06.20, 08:00 Uhr
KI fordert zehn Prozent Basisprovision
Die Kreuzfahrt Initiative (KI) ruft vor dem Hintergrund der Coronakrise zu einem stärkeren

Foto: Kreuzfahrt Initiative
Die Kreuzfahrt Initiative (KI) ruft vor dem Hintergrund der Coronakrise zu einem stärkeren Zusammenhalt in der Branche und einer Neuregelung der Provisionsmodelle auf. Um die Beratungs-Qualität bei Kreuzfahrten auch in Zukunft gewährleisten zu können, fordert die Interessengemeinschaft „faire und langfristige Lösungen“, welche die Leistungen der Reedereien als auch des Kreuzfahrtvertriebs angemessen entlohnen. Dazu gehört eine fixe Basisprovision von zehn Prozent auf den gesamten Reisepreis. Die Provision soll bereits nach der Anzahlung des Kunden an das jeweilige Reisebüro überwiesen werden und auch im Fall einer Stornierung dort verbleiben.
„Der Erfolg der vergangenen Boom-Jahre hat wichtige Themen wie die faire Entlohnung der Beratungsleistung oder die Einführung einer verlässlichen Basisprovision zu sehr in den Hintergrund gerückt“, sagt KI-Geschäftsführerin Tina Kirfel. „Um unsere Branche im Zuge der Corona-Krise wieder auf Kurs zu bringen, müssen Reedereien und Vertrieb stärker an einem Strang ziehen. Der Kunde muss den Mehrwert sehen, verstehen und bezahlen. Nur so wird gemeinsam verhindert, dass Kreuzfahrten zur Schleuderware werden.“
Darüber hinaus fordert die KI, dass die werbliche Ansprache der Kunden ausschließlich mit einem Hinweis auf den Vermittler geschieht, bei dem der jeweilige Kunde die letzte Reise gebucht hat. Die Kontaktdaten des Vermittlers sollten bei jeder persönlichen Kundenansprache ausgewiesen werden, um so die Sichtbarkeit der Vermittler und dessen Kundenbindung nachhaltig zu stärken.
Die Kreuzfahrt Initiative ist eine Interessengemeinschaft des Reisevertriebs, die sich als Kommunikator zwischen den stark Kreuzfahrt-orientierten Mitgliedern und den Veranstaltern und Reedereien versteht. Derzeit hat sie 32 Mitglieder und repräsentiert über 300 Millionen. Euro Kreuzfahrtumsatz.

