13.05.20, 08:00 Uhr
Kritik am Tourismus-Paket der EU
Der DRV kritisiert das Maßnahmen-Paket der EU, das dem Tourismus wieder auf die Füße helfen soll.

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Der DRV kritisiert das Maßnahmen-Paket der EU, das dem Tourismus wieder auf die Füße helfen soll. Das Paket werde bei weitem nicht ausreichen, um die stark angeschlagene Reisewirtschaft in Europa zu stützen. Der Vorschlag aus Brüssel, freiwillige Gutscheine anzubieten und diese attraktiver zu gestalten, betrachtet der Verband als „weltfremd“. „Die meisten kleinen und mittelständischen Reiseveranstalter stehen mit dem Rücken zur Wand. Wo soll in so einer Situation das Geld herkommen, um noch Boni oder kostenfreie Extras oben drauf zu geben“, sagt Präsident Norbert Fiebig. Sollte nun auch die Bundesregierung auf eine freiwillige Gutscheinlösung setzen, müsse sie umgehend einen staatlichen Fonds einrichten, aus dem die Rückzahlungen für die Kunden entnommen werden könnten, die auf eine Barerstattung bestehen.
Die Pläne der EU-Kommission zur stufenweisen Aufhebung der innereuropäischen Grenzkontrollen begrüßt der DRV. „ Dass wir das Virus nicht durch das Wiedererrichten von Schlagbäumen bekämpfen, ist hinreichend bekannt. Wir sollten daher mit Bedacht zu offenen Grenzen zurückkehren und gemeinsam funktionierende Hygiene- und Schutzkonzepte umsetzen.“ Die EU will die Mitgliedsstaaten zudem mit Handlungsempfehlungen zum risikoarmen Reisen unterstützen. Der Vrband sieht darin eine sinnvolle Ergänzung zu den eigenen Maßnahmen. Fiebig: „Wir haben einen Maßnahmenkatalog entwickelt, in dem wir detailliert ausführen, wie verantwortungsvolles und sicheres Reisen in diesem Sommer wieder möglich sein kann. Dieser Katalog liegt der Bundesregierung vor und ich bin überzeugt, dass sich hier sinnvolle Synergien ergeben werden.“

