06.05.20, 08:00 Uhr
Best-Reisen zeichnet düsteres Bild
Die deutschen Reisebüros sehen einer düsteren Zukunft entgegen. Das ergibt eine aktuelle Umfrage

Foto: Best-Reisen
Die deutschen Reisebüros sehen einer düsteren Zukunft entgegen. Das ergibt eine aktuelle Umfrage von Best-Reisen unter den eigenen Kooperations-Mitgliedern. 79 Prozent der Befragten geben an, wahrscheinlich Mitarbeiter entlassen zu müssen, 45 Prozent sehen sich sogar gezwungen, eine geordnete Geschäftsaufgabe in Betracht zu ziehen. Ihre wirtschaftliche Zukunft schätzen 57 Prozent als „schlecht“ oder „sehr schlecht“ ein, nur acht Prozent als „gut“ oder „sehr gut“. Die liquiden Mittel der Büros reichen im Durchschnitt fünfeinhalb Monate, um die generelle Reisewarnung zu überstehen. Davon sind fast zwei Monate bereits um. In 85 Prozent der Reisebüros gibt es gegenwärtig keine Neubuchungen mehr.
Der Umsatzausfall seit 17. März liegt in 40 der Prozent Büros zwischen einer halben Million und 1,5 Millionen Euro. 46 Prozent der Reisebüros müssen auf bis zu ein halbe Million Euro verzichten. In 85 Prozent der Agenturen gilt Kurzarbeit. „Überträgt man die Angaben aus unserer Kooperation auf den deutschlandweiten stationären Reisevertrieb, reden wir inzwischen über Zehntausende von Jobs, die in akuter Gefahr sind“, resümiert Cornelius Meyer, Vorstand Marketing & Vertrieb. „Deshalb fordern wir erneut dringend die Bereitstellung eines Rettungsfonds. Es kann doch nicht sein, dass man einer ganzen Industrie die Geschäftsgrundlage entzieht und dann keinerlei Engagement für die Sicherung dieser Branche zeigt.“

