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26.04.20, 08:00 Uhr

Zwei Drittel sehen sich von Insolvenz bedroht

Zwei von drei Reiseunternehmen bewerten ihre Situation so dramatisch, dass sie sich unmittelbar von

Foto: Pexels
Zwei von drei Reiseunternehmen bewerten ihre Situation so dramatisch, dass sie sich unmittelbar von einer Insolvenz bedroht sehen. 80 Prozent der Unternehmen haben bereits bei der Bundes- oder Landesregierung Hilfen beantragt. Drei Viertel sind aktuell schon auf Kurzarbeit. Diese Ergebnisse stammen aus einer aktuellen Mitglieder-Umfrage des DRV in der Zeit vom 21. bis 24. April. Insgesamt haben sich mehr als 500 Unternehmen beteiligt. Über die Hälfte davon sind Reisebüros, knapp ein Drittel Veranstalter, und jedes fünfte ist in einem anderen Bereich der Touristik aktiv. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmenden – insgesamt zwei Drittel der Unternehmen – beschäftigt bis zu zehn Mitarbeiter. Laut Umfrage musste bereits jedes fünfte Unternehmen Mitarbeiter entlassen. Knapp 80 Prozent der Befragten schrecken davor bisher noch zurück. „Diese Ergebnisse zeigen, wie dramatisch die Situation in der Branche und vor allem bei kleinen und mittelständischen Reisebüros und Reiseveranstaltern ist“, so DRV-Präsident Norbert Fiebig. „ Es ist zu befürchten, dass die Mehrheit der 11.000 Reisebüros und über 2.300 Reiseveranstalter diese existenzielle Bedrohung durch die Corona-Pandemie nicht überstehen und damit Zehntausende von Arbeitsplätzen verloren gehen, wenn die Bundesregierung nicht bald einen Schutzschirm über die Branche spannt. Arbeitnehmer und Unternehmer brauchen dringend eine Perspektive.“