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23.04.20, 08:00 Uhr

DRV fordert Soforthilfe für Reisebüros

Der DRV fordert ein Sofortprogramm der Bundesregierung für die rund 11.000 deutschen Reisebüros.

Foto: Pexels
Der DRV fordert ein Sofortprogramm der Bundesregierung für die rund 11.000 deutschen Reisebüros. „Das von der Bundesregierung bereits auf den Weg gebrachte Maßnahmenpaket mit seinen unterschiedlichen Soforthilfeprogrammen bietet eine Atempause, wird aber für eine Vielzahl von vor allem mittelständisch geprägten Reisebüros nicht ausreichen, um die Krise ökonomisch zu überstehen“, befürchtet Ralf Hieke, Vizepräsident mittelständische Reisemittler. Für das weggebrochene Geschäft bräuchten die Reisebüros dringend ein Sofortprogramm mit nicht rückzahlbaren Beihilfen. „Ohne zeitnahe Wirtschaftshilfe werden viele Reisebüros den wirtschaftlichen Druck durch die Corona-Pandemie nicht mehr lange aushalten. Die Entscheidungen dauern zu lange.“ Bereits Anfang März hat der verband in einem Neun-Punkte-Maßnahmenkatalog an die Bundesregierung ein Sonderprogramm zur Erstattung der Provisionen im Reisebüro gefordert. Mehr als 130.000 Briefe und Mails an Abgeordnete hatten die Forderungen untermauert. Gleichzeitig wiederholt der Verband seine Forderung nach der Gutscheinlösung. Besonderen Wert legt der Verband darauf, dass beim Gutscheinmodell die Provisionen der Veranstalter auch im Reisebüro verbleiben. Reiseveranstalter, die Gutscheine ausgeben, verpflichten sich demnach, auf die Höhe der Gutschrift eine Provision an die Reisebüros zu zahlen. „Diese Gutscheine müssen dann auch über die Vertriebsstelle eingelöst werden, über die die Reise ursprünglich gebucht worden ist“, so Hieke. „Nur so bleibt gewährleistet, dass die Provision auch im jeweiligen Reisebüro verbleibt, das den Kunden beraten und die Reise verkauft hat.“ Andreas Heimann, Vizepräsident konzerngebundene Reisemittler , schlägt in dieselbe Kerbe. Es sei völlig unklar, wann Reisen wieder möglich sein werden und wieder Urlaub gebucht werde. Daher sei es umso wichtiger, dass jetzt endlich eine Entscheidung der Bundesregierung zu der geforderten verpflichtenden und staatlich abgesicherten Gutscheinlösung komme. „Diese Lösung ist auch für Reisebüros gut, denn sie hilft Liquidität im Reisebüro zu halten. Wir können nicht nachvollziehen, dass es, diese prekäre wirtschaftliche Lage vor Augen, so lange braucht, in Brüssel eine Entscheidung zu fällen.“