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23.04.20, 08:00 Uhr

VUSR fürchtet um 100.000 Arbeitsplätze

Sollte es zum „Zwangsgutschein“ bei abgesagten Reisen kommen, sieht der Verband unabhängiger

Sollte es zum „Zwangsgutschein“ bei abgesagten Reisen kommen, sieht der Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros (VUSR) 100.000 Arbeitsplätze im Reisebürovertrieb in Gefahr. „Offenbar hat der Bund zum Ziel, in einer Größenordnung von rund 1,8 Milliarden Euro circa 4.000 Arbeitsplätze bei der TUI zu retten“, mutmaßt VUSR-Vorsitzende Marija Linnhoff. „Warum aber stehen für die mehr als 100.000 Branchen-Mitarbeiter, zum Beispiel in kleinen und mittelständischen Reisebüros in Deutschland, nicht 500 Millionen Euro Direkthilfe zur Verfügung?" Die Soforthilfe für die mittelständischen Reisebüros solle sich an den generierten Provisionen für das Geschäftsjahr 1. November 2019 bis 31.Oktober 2020 orientieren und von der Bundesregierung noch im ersten Halbjahr 2020 an die Reisebüros ausbezahlt werden, so der Verband. Linnhoff plädiert zudem erneut für einen Rettungsfonds für die Branche. „Dieser Weg wird auch von Seiten der EU unterstützt und bietet eine europarechtlich abgesicherte Lösung, wie sämtliche Reiseunternehmer vor einer Insolvenz geschützt werden und die Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Recht auf Rückerstattung beibehalten können.“