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21.04.20, 08:00 Uhr

VIR: Airlines erschweren Refund absichtlich

Mit deutlichen Wort kritisiert der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) die Haltung vieler

Foto: Pexels
Mit deutlichen Wort kritisiert der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) die Haltung vieler Fluggesellschaften bei der Erstattung von Ticketkosten. Durch das „bewusste und absichtliche Erschweren des Refund-Prozesses“ werde es Marktteilnehmern im Ticketvertrieb gezielt erschwert, Erstattungen für die Kunden vorzunehmen. „Nur wenige Airlines gestatten derzeit noch einen Refund auf normalem Wege im GDS und damit verbunden auch eine volle Erstattung bei Flugstreichung“, erläutert Vorstand Michael Buller. „Es ist eine Unverschämtheit, dass Tools, die den Refund-Prozess erleichtern, von Marktteilnehmern gezielt abgeschaltet wurden.“ Die Erklärung, dass Systeme überlastet gewesen seien, sei eine völlig an den Haaren herbeigezogene Argumentation. Der Großteil der Airlines gestattet derzeit die Einreichung von Refunds nur noch via BSP Link. Dadurch wird mit Zeitspannen für die Bearbeitung von bis zu sechs Monaten gerechnet. Einige Fluggesellschaften hätten sowohl die GDS-Refund-Funktion als auch die Erreichbarkeit via BSP-Link gesperrt. „In diesen Fällen können die Vertriebspartner überhaupt nicht tätig werden“, betont Buller. Der VIR-Vorstand fordert die Airlines dazu auf, ihre Systeme umgehend wieder hochzufahren und dem Vertrieb verfügbar zu machen. „Die Vertriebspartner geraten zum aktuellen Zeitpunkt völlig zu Unrecht in die Rolle der Buhmänner. Es ist eine große Enttäuschung für die gesamte Branche, dass genau jene, die unmittelbar große Hilfen erhalten haben, sich derart verhalten.“