Unmut über Schäuble-Vorschlag
Mit Unverständnis und Vehemenz reagiert der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW)

Foto: Deutscher Bundestag/Achim Melde
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Mit Unverständnis und Vehemenz reagiert der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) auf den Vorschlag von Wolfgang Schäuble, wegen der Coronakrise die Sommerferien zu verkürzen. „Unternehmen wie Bürger brauchen Verlässlichkeit und Planbarkeit, statt weiterer Verunsicherung durch eine völlig unnötige und unverantwortliche Diskussion, die der Bundestagspräsident heraufbeschwört“, schimpft BTW-Generalsekretär Michael Rabe. „Wir alle hoffen, dass im Sommer Reisen und Ausflüge zumindest in Teilen und unter Auflagen wieder möglich sein werden. Vor diesem Hintergrund halten wir die Forderung von Wolfgang Schäuble sowohl aus wirtschaftlicher wie auch aus gesundheitlicher Sicht für unverständlich und unverantwortlich.“ Für die Unternehmen der Tourismuswirtschaft würden eingeschränkte Ferienzeiten zusätzlich zu den schon erfolgten massiven Schäden weitere kaum verkraftbare Umsatzverluste bedeuten. Rabe: „Unsere Branche ist von der Coronakrise schon jetzt so betroffen wie keine zweite. Es herrscht blanke Existenzangst und wir brauchen endlich mehr politisches Verständnis für die Schäden, die die bislang fraglos notwendigen Coronamaßnahmen in unserer Branche anrichten.“ Der Vorschlag Schäubles lasse jedoch genau dieses Verständnis vollends vermissen.

