Coronavirus zwingt Asien-Spezialisten in die Pleite
Der Asien-Spezialist Comtour hat vergangene Woche beim Amtsgericht Essen Insolvenz angemeldet (Az.

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Der Asien-Spezialist Comtour hat vergangene Woche beim Amtsgericht Essen Insolvenz angemeldet (Az. 162 IN 63/20). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Gregor Bräuer von der Sozietät HWW bestellt. Grund für die Pleite ist das Coronavirus. „Die exponentielle Ausbreitung des Virus sowie die zahlreichen Verschärfungen von Ein- und Ausreisebestimmungen weltweit haben dem Unternehmen schlagartig die Grundlage für die Aufrechterhaltung der operativen Geschäftstätigkeit entzogen“, berichtet Bräuer. Man habe unverzüglich Optionen geprüft, die es ermöglichen, das Unternehmen in eine Art Winterschlaf zu versetzen und nach Aufhebung der Reisebeschränkungen wieder durchzustarten. Vergeblich. Bräuer: „Da derzeit überhaupt nicht prognostiziert werden kann, wie lange diese Situation andauert und welche Langzeitfolgen hieraus für die Reisebranche erwachsen, sind vorliegend alle Wege zur Schöpfung der erforderlichen Liquidität abgeschnitten.“ Betroffene Reisende in den Urlaubsgebieten wurden bereits zurückgeholt. Kunden, die Zahlungen für künftige Reisen geleistet haben, die nicht mehr angetreten werden können, können sich an den Insolvenzversicherer R+V wenden.

