Anzeige

VIR: Notfonds soll die Branche retten

Um eine Insolvenzwelle in der Reisebranche zu verhindern, ist für den Verband Internet

Foto: Pexels
Um eine Insolvenzwelle in der Reisebranche zu verhindern, ist für den Verband Internet Reisevertrieb (VIR) die Einrichtung eines Notfonds dringend notwendig. „Er muss von der Bundesregierung umgehend aufgesetzt werden“, fordert Vorstand Michael Buller. Ein Absicherungsfonds habe sich schon zur Zeit der Bankenkrise im Jahr 2008 bewährt. „In diesen Fonds können die Reiseveranstalter die Rückzahlungen an ihre Kunden auslagern, zugleich treten sie die Forderungen gegenüber Leistungsträger ab“, erläutert Buller. „Auch die Leistungsträger oder Reisevermittler können ihre Rückzahlungsverpflichtungen dorthin auslagern.“ Als Schuldner soll dann die Bundesregierung übernehmen. Nach Bullers Vorstellung könnte der Fonds in Form einer Datenbank installiert werden. Eine Handvoll Midoffice-, Backoffice- und Finanzbuchhaltungssysteme könnten in ihren Systemen die Buchungen aller Akteure im deutschen Touristikmarkt verwalten. „Dies beinhaltet die Forderungen von Kunden, Provisionsabwicklungen oder auch Abrechnungen von Zulieferern. Diese könnten über Schnittstellen eine zentrale Rolle in der Lieferung und Verwaltung der rückzahlungspflichtigen Buchungen an den Fonds spielen.“ Im Gegenzug müssten sich die Veranstalter, Leistungserbringer und Reisevermittler verpflichten, innerhalb eines angemessenen zeitlichen Rahmens von beispielsweise drei Jahren die Zahlungen rückzuerstatten. „Dies kann zu einem niedrigen Zinssatz von einem Prozent und einer kleinen Bearbeitungsgebühr erfolgen.“ „Uns läuft als Industrie die Zeit davon“, warnt Buller. „All die Vorschläge für Hilfspakete und Lösungsmaßnahmen, die die touristischen Verbände eingereicht haben, helfen vielen Branchen, aber möglicherweise nicht mehr unserer eigenen.“ Weitere Einzelheiten hier