06.03.19, 08:00 Uhr
Tourismus bleibt Wachstumstreiber der Weltwirtschaft
Der Tourismus bleibt ein wesentlicher Wachstumstreiber der Weltwirtschaft. Im Jahr 2018 stieg die

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Der Tourismus bleibt ein wesentlicher Wachstumstreiber der Weltwirtschaft. Im Jahr 2018 stieg die Anzahl der Auslandsreisen um 5,5 Prozent, was insgesamt 1,4 Milliarden Auslandsreisen entspricht. Im Vergleich dazu legte die Weltwirtschaft lediglich um 3,7 Prozent zu. Das touristische Wachstum stammt aus allen Regionen der Welt, auch aus den traditionell starken Märkten Europa und Nordamerika. Die stärksten Zuwächse erzielten jedoch Asien und Lateinamerika.
Die Erkenntnisse basieren auf den neuesten Ergebnissen des World Travel Monitors von IPK International, einer jährlichen Studie, die das Auslandsreiseverhalten in mehr als 60 Ländern untersucht und damit über 90 Prozent des weltweiten Reiseaufkommens abdeckt.
In Anbetracht einer sich abschwächenden Weltkonjunktur wird für 2019 auch für internationale Reisen eine etwas geringere Wachstumsrate erwartet. Overtourism könnte zu einem weiteren Problem für die Tourismusbranche werden, da immer mehr internationale Reisende von überfüllten Reisezielen betroffen sind. Das Thema betrifft nicht nur die Anwohner in den Regionen, die schon seit Jahren gegen die Touristenströme protestieren, sondern auch zunehmend die Reisenden selbst. Die jüngsten Umfrageergebnisse von IPK zeigen, dass sich mittlerweile mehr als jeder zehnte Reisende weltweit durch Overtourism in seinem Urlaubserlebnis beeinträchtigt fühlt. Dies ist ein Anstieg von 30 Prozent in den letzten zwölf Monaten.
Peking, Mexiko-Stadt, Venedig und Amsterdam, aber auch Istanbul und Florenz gehören laut Umfrage zu den Städten, die am stärksten vom Overtourismus betroffen sind. Speziell Reisende aus Asien fühlen sich weitaus mehr von Overtourism negativ beeinflusst, als zum Beispiel Europäer. Gemäß der Daten haben zudem junge Reisende ein viel größeres Problem mit überfüllten Orten als Reisende älterer Altersgruppen.

