16.08.18, 08:00 Uhr
Verdi und Ryanair am Verhandlungstisch
Verdi ist mit Ryanair und den Leiharbeitsfirmen Crewlink und Workforce in die Tarifverhandlungen

Foto: Ryanair
Verdi ist mit Ryanair und den Leiharbeitsfirmen Crewlink und Workforce in die Tarifverhandlungen für die rund 1.000 in Deutschland beschäftigten Flugbegleiter eingestiegen. Die erste Verhandlungsrunde sei ein offener Austausch gewesen, in dem sich Ryanair allerdings in wenigen Punkten bewegt habe, so Verdi-Verhandlungsführerin Mira Neumaier. Die Airline habe das Angebot gemacht, nationale Verträge abzuschließen – allerdings erst bis zum Jahr 2022. Nach Angaben von Verdi will sich Ryanair bis Ende nächster Woche zu weiteren Verhandlungsthemen äußern. Erst danach will die Gewerkschaft das angebotene „Gesamtpaket“ bewerten und über ihr weiteres Vorgehen beraten. Einen neuen Gesprächstermin gibt es nicht.
Zu den zentralen Forderungen von Verdi gehört eine „substanzielle“ Entgeltsteigerung. Außerdem will die Gewerkschaft ein Basisgehalt für alle Flugbegleiter einführen, die Steigerung desselben festlegen und eine Mindeststundengarantie auf den Weg bringen. Auch Sozialversicherungsbeiträge sollen künftig bei saisonalen Freistellungen übernommen werden. Zudem soll es einen Betriebsrat geben. Von den für die irische Billigairline arbeitenden Flugbegleitern in Deutschland ist rund die Hälfte bei Leiharbeitsfirmen beschäftigt. Vom bislang härtesten, 24 Stunden dauernden Pilotenstreik in der Geschichte des Unternehmens, waren im August europaweit rund 55.000 Passagiere betroffen, davon gut 42.000 in Deutschland.

