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09.03.20, 08:00 Uhr

Coronavirus setzt der Branche stark zu

Das Coronavirus stellt Veranstalter und Reisebüros vor große Probleme. In einer Blitzumfrage unter

Foto: Pexels
Das Coronavirus stellt Veranstalter und Reisebüros vor große Probleme. In einer Blitzumfrage unter DRV-Mitgliedsunternehmen gab die Mehrheit an, dass der Umsatzrückgang aktuell schon bis zu 75 Prozent beträgt. 15 Prozent der rund 700 Befragten verzeichnen sogar einen Rückgang von über 75 Prozent. „Die Auswirkungen rund um das Coronavirus bedrohen Beschäftigung und belasten die Liquidität der Unternehmen erheblich", betont Präsident Norbert Fiebig. Und eine Besserung ist nicht in Sicht. Mehr als die Hälfte der Befragten sehen ein Ende der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen frühestens in der zweiten Jahreshälfte. Der DRV hat gestern bei einem Spitzengespräch im Bundeswirtschaftsministerium dem Tourismusbeauftragen der Bundesregierung, Thomas Bareiß, ein Maßnahmenpaket zur Stützung der Reisewirtschaft vorgelegt. Unter anderem fordert der Verband einen einfachen und schnellen Zugang zu KfW-Krediten mit kurz- und mittelfristigen Laufzeiten, Sonderregelungen zur Kurzarbeit, zinslose Steuerstundungen sowie zeitlich befristet Garantien oder Bürgschaften der Bundesregierung für die Insolvenzabsicherung der Veranstalter. Wenn die Krise ihren ersten Höhepunkt überschritten hat, soll der Bund zudem über ein Marktanreizprogramm für stationäre Reisebüros, Veranstalter, touristische Airlines und sonstige touristische Leistungsträger die Erholungsphase beschleunigen. Die Reisewirtschaft werde dazu in den nächsten Wochen konkrete Vorschläge entwickeln und vorlegen, so Fiebig.