24.01.20, 08:00 Uhr
LOT wird neuer Eigentümer von Condor
PGL, die Muttergesellschaft des polnischen Star-Alliance-Partners LOT, wird neuer Eigentümer von

Foto: Condor
PGL, die Muttergesellschaft des polnischen Star-Alliance-Partners LOT, wird neuer Eigentümer von Condor. Das von PGL unterbreitete Angebot sei als das attraktivste für Condor, seine Mitarbeiter, Partner, Lieferanten und Kunden ausgewählt worden, heißt es in einer Mitteilung. Die Transaktion wird voraussichtlich bis April abgeschlossen sein, sobald die üblichen kartellrechtlichen Genehmigungen vorliegen und Condor das Schutzschirmverfahren beendet hat. Die Investition von PGL soll es Condor ermöglichen, das KfW-Darlehen von 380 Millionen Euro vollständig zurückzuzahlen. Durch den Zusammenschluss von LOT und Condor entsteht ein Luftfahrtkonzern mit mehr als 20 Millionen Fluggästen pro Jahr. „Wir wollen die traditionsreiche Marke Condor in Deutschland weiterentwickeln und diese auch in andere europäische Märkte einführen“, kündigt PGL-Chef Rafał Milczarski an. Condor soll weiterhin vom derzeitigen Management geführt werden.
Bei den Veranstaltern löst die Übernahme Erleichterung aus. „Das ist ein sehr guter Tag für die deutschen Urlauber und die Reise-Destinationen. Condor bleibt als sehr erfolgreiche Fluggesellschaft im Markt“, sagt Sören Hartmann, CEO DER Touristik Group. Die DER Touristik hat auch nach der Thomas Cook-Insolvenz weiter auf die Airline gesetzt. „Die Verkaufszahlen für Flüge mit Condor liegen bei uns im Wocheneingang zum Teil um hundert Prozent über Vorjahr. Das zeigt das große Vertrauen der Verbraucher in unseren Airline-Partner.“
„Wir begrüßen den Kauf der Condor durch LOT“, sagt auch Alltours-Inhaber Willi Verhuven. Mit dem Einstieg von LOT sei auch der Wettbewerb im deutschen Ferienflugangebot gesichert. Verbraucher müssten daher keine Preiserhöhungen aufgrund einer marktbeherrschenden Stellung einzelner Airlines befürchten. „Nachdem der neue Eigentümer nun feststeht, werden wir auch weiterhin intensiv mit Condor zusammenarbeiten und unsere Kooperation noch ausbauen“, so Verhuven. Das betreffe die Ziele Spanien, Portugal, Türkei, Kanaren und griechische Inseln genauso wie die Fernreiseziele Kuba, Mexiko, Dominikanische Republik, Mauritius und Südafrika.

