„Branche steht vor ernstzunehmenden Herausforderungen“
Mit der Insolvenz von Thomas Cook und ihren Folgen hat DRV-Präsident Norbert Fiebig heute die

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Mit der Insolvenz von Thomas Cook und ihren Folgen hat DRV-Präsident Norbert Fiebig heute die Grundsatzrede zur 69. Jahrestagung des Verbandes in Hamburg auf der Artania von Phoenix Reisen eröffnet: „Die Insolvenz des Erfinders der Pauschalreise ist ein harter Schlag und stellt die Branche vor ernstzunehmende Herausforderungen“, so Fiebig. Nun stelle sich insbesondere die Frage nach der künftigen Ausgestaltung der Insolvenzabsicherung. „Wir brauchen ein System, das den Schutz der Kunden gewährleistet und das wirtschaftlich tragfähig ist.“ In der gesamten Branche gibt es laut Fiebig nur eine Handvoll Reiseveranstalter, die auf eine Schadenssumme kommen könnten, die über 110 Millionen Euro liegt. Man müsse daher genau schauen, wo die Lücken sind, und darauf achten, dass neue Modelle versicherbar blieben und die Finanzkraft der Unternehmen abbildeten. „Was die Branche nicht braucht, ist eine Sozialisierung der Risiken.“
Trotz aller Diskussionen sieht Fiebig das Vertrauen in die Pauschalreise aber nicht erschüttert: „Die Pauschalreise ist weit mehr als nur die Absicherung von Kundengeldern.“ In diesem Zusammenhang hob der Präsident den Mehrwert der Reisebüros hervor. „Die Reisebüros haben einen hervorragenden Beitrag für die Reputation der gesamten Branche und der Pauschalreise geleistet.“
Zweites großes Thema ist der Klimawandel. „Als Reiseindustrie stehen wir zu unserer Verantwortung“, erklärt Fiebig. Die öffentliche und die politische Aufmerksamkeit in Sachen CO2-Verbrauch und Reisebranche stehe allerdings in einem Missverhältnis. „Nicht Verbote sind die Lösung, sondern die Entwicklung klimafreundlicher Technologien und Innovationen.“ Dennoch seien gerade die CO2-Emissionen in Zusammenhang mit der Mobilität aktuell die größte Herausforderung. „Unser Ziel muss die CO2-neutrale Mobilität sein!“

