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Kein Käufer für Cook-Veranstaltergeschäft

Im laufenden Investorenprozess liegt bislang kein belastbares Angebot für die Fortführung von

Foto: Thomas Cook
Im laufenden Investorenprozess liegt bislang kein belastbares Angebot für die Fortführung von Thomas Cook als Ganzes oder für das Veranstaltergeschäft der Thomas Cook Touristik GmbH vor. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Ottmar Hermann  mitteilt, muss deshalb aus rechtlichen Gründen die Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs zum 1. Dezember vorbereitet werden. „Wir bedauern dies sehr“, sagt Hermann. „Ich habe, so wie hier am Standort Oberursel, selten eine Belegschaft und eine Geschäftsführung kennen gelernt, die mit so viel Engagement und Herzblut für den Erhalt ihres Unternehmens kämpfen.“ „Wir haben noch bis gestern in einem Verhandlungsmarathon alle Möglichkeiten ausgelotet und unzählige Gespräche geführt, die uns immer wieder die Attraktivität unseres Unternehmens bestätigt haben und wirklich Hoffnung auf eine Zukunft machen“, berichtet Stefanie Berk, Vorsitzende der TC-Geschäftsführung. „Thomas Cook Deutschland ist ein profitabler Veranstalter und unverschuldet von der Insolvenz der britischen Konzernmutter mitgerissen worden. Wir und die vorläufige Insolvenzverwaltung führen nach wie vor Gespräche und werden alle sich uns bietenden Chancen nutzen, um für die Mitarbeiter und die unterschiedlichen Bereiche unseres Unternehmens eine Zukunftslösung zu finden.“ Für andere Teile des Konzerns stehen die Chancen offenbar besser. „Eine hohe Nachfrage bei den Interessenten gibt es für die Bucher Reisen & Öger Tours GmbH. Die Verhandlungen über deren Fortführung sind sehr weit fortgeschritten. Täglich kommen weitere Interessenten dazu, so dass wir davon ausgehen, für die Standorte Hamburg und Meerbusch eine Lösung zu finden“, sagt Insolvenzverwalterin Julia Kappel-Gnirs. Auch zeigen sich die Insolvenzverwalter „sehr zuversichtlich“, dass in Kürze die Hotel-Franchise-Systeme Sentido und Smartline und die dazugehörigen Personaleinheiten einen neuen Besitzer erhalten. „Und auch für die Thomas Cook-eigene Reisebürokette und das Franchise-Reisebüro-System stehen wir in finalen Verhandlungen. Wir gehen davon aus, dass es für den überwiegenden Teil der Büros Fortführungslösungen geben wird“, so Kappel-Gnirs. Für die E-Commerce-Plattform „Golden Gate“ sowie für die Markennamen Neckermann und Air Marin bestünden ebenfalls gute Chancen, einen Käufer zu finden. Durch die angestrebten Verkäufe der Unternehmensteile wären gut die Hälfte der aktuell rund 2.100 Thomas Cook-Arbeitsplätze in Deutschland gesichert.