Anzeige
24.09.19, 08:00 Uhr

Bürgschaft für 380-Millionen-Kredit steht

Condor hat eine wichtige Hürde zur Aufrechterhaltung des Flugbetriebs genommen. Heute Abend haben

Foto: Flughafen Düsseldorf
Condor hat eine wichtige Hürde zur Aufrechterhaltung des Flugbetriebs genommen. Heute Abend haben die Bundesregierung und das Land Hessen die Bürgschaft für einen sechsmonatigen Überbrückungskredit zugesagt. Demnach kann die Thomas-Cook-Tochter 380 Millionen Euro aufnehmen, um mögliche Liquiditäts-Engpässe zu verhindern, die sich aus der Thomas-Cook-Pleite ergeben. Allerdings muss vorher noch die EU-Kommission zustimmen, erst dann wird der Kreditbetrag von der KfW ausgezahlt. Wann die Entscheidung aus Brüssel vorliegen wird, ist noch nicht absehbar. „Condor ist ein operativ gesundes und profitables Unternehmen, welches auch im laufenden Jahr ein positives Ergebnis verzeichnen wird“, sagt Airline-Chef Ralf Teckentrup. „Weil unsere Liquidität für die saisonal bedingt schwächere Buchungsperiode von unserer insolventen Muttergesellschaft verbraucht wurde, benötigen wir diese Brückenfinanzierung für den Winter. Die Zusage ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung unserer Zukunft.“ Um sich von möglichen Forderungen der insolventen Konzernmutter zu befreien und sich aus dem Konzernverbund zu lösen, will die Condor Flugdienst GmbH einen Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens stellen.Das Verfahren ist eine Besonderheit des deutschen Insolvenzrechts, das in Fällen mit einer positiven Aussicht auf eine erfolgreiche Restrukturierung vom Gericht gewährt werden kann. Darüber hinaus soll ein vorläufiger Gläubigerausschuss bestellt werden, in dem die wesentlichen Gläubigergruppen wie die Lieferanten, Arbeitnehmer und Flughafenbetreiber vertreten sind. „Dieser Schritt ist in der derzeitigen Lage das Beste für unsere Kunden, unsere Geschäftspartner und für uns. Denn wir erlangen so die volle Unabhängigkeit von der Thomas Cook Group plc und mehr Sicherheit für unsere Zukunft“, so Teckentrup.