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27.02.19, 08:00 Uhr

Reisebüros: Steigende Umsätze, schrumpfender Marktanteil

Auch die Reisebüros haben von den gestiegenen Reiseausgaben der Deutschen im vergangenen Jahr

Foto: DER Reisebüro
Auch die Reisebüros haben von den gestiegenen Reiseausgaben der Deutschen im vergangenen Jahr profitiert. Nach Auswertung des DRV ist das Urlaubs- und Business-Travel-Geschäft im deutschen Reisevertrieb 2018 auf insgesamt rund 27 Milliarden Euro gewachsen. Damit sei in den vergangenen zehn Jahren der durchschnittliche Umsatz je Reisebüro um rund fünf Prozent pro Jahr gestiegen. Für das Touristikjahr 2017/18 hat das Marktforschungsunternehmen GfK ein Umsatzwachstum von sieben Prozent errechnet. Die Zahl der Reisenden hat sich um drei Prozent erhöht. Die positiven Zahlen können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der stationäre Vertrieb weiter Marktanteile verliert. Und das auch in seinem Kerngeschäft, der Veranstalterreise. Zwar werden noch immer mehr als die Hälfte der Umsätze über stationäre Reisebüros getätigt. Der Online-Anteil ist  im vergangenen Jahr aber um knapp drei Prozentpunkte auf 35 Prozent gestiegen. Betrachtet man die Gesamtreiseausgaben, liegt der Anteil der Online-Kanäle bereits bei 43 Prozent. Vor vier Jahren waren es noch 35 Prozent. Die Entwicklung wird dadurch abgemildert, dass der Marktanteil der organisierten Reise insgesamt wächst. Von den Gesamtausgaben vor Reiseantritt in Höhe von fast 68 Milliarden Euro entfallen 36 Milliarden auf die organisierte Reise. Sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil der Pauschalreise liegt derzeit bei 53 Prozent. Die Zahl der Vertriebsstellen hat sich mit aktuell 11.029 im vergangenen Jahr kaum verändert. Die höchste Reisebürodichte ergibt sich weiterhin in Thüringen und Sachsen, die niedrigste Dichte haben Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. Die meisten Reisebüros in den Großstädten sind in Berlin, gefolgt von Hamburg, München, Köln und Düsseldorf zu finden. Der Anteil der Büros, die einer Kette, Kooperation oder einem Franchisesystem angehören, hat sich bei rund 95 Prozent eingependelt.