16.11.18, 08:00 Uhr
EU-Parlament beschließt Mehrbelastung für Reisebüros
Das EU-Parlament hat gestern die Neufassung der Fahrgastrechteverordnung für Bahnreisende

Foto: Shutterstock
Das EU-Parlament hat gestern die Neufassung der Fahrgastrechteverordnung für Bahnreisende beschlossen. Neben höheren Entschädigungen bei Verspätungen und Zugausfällen bringt die neue Verordnung größere Belastungen für die Reisebüros. Im Fall von Verspätungen oder Ausfällen sollen Ticketverkäufer nämlich Hilfe leisten, zum Beispiel, indem sie Mahlzeiten anbieten und für die Hotelunterbringung sorgen. Der DRV kritisiert die Regelung als "lebensfremd". "Es kann doch nicht sein, dass die Kleinen die Probleme der Großen lösen", sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig. Vertragspartner der Reisenden seien die Bahnunternehmen. Es sei absurd, dass Reisebüros mitverantwortlich gemacht werden sollen, obwohl sie mit Verspätungen oder Zugausfällen nichts zu tun haben. Betroffen sind in Deutschland rund 2.100 Reisebüros mit DB-Lizenz. Als nächstes wird sich der EU-Ministerrat mit dem Thema befassen.

