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12.11.18, 08:00 Uhr

Reiseverband kritisiert IATA-Entscheidungen scharf

Der europäische Reiseverband ECTAA, der 70.000 Reisebüros und Veranstalter repräsentiert, erhebt

Foto: Shutterstock
Der europäische Reiseverband ECTAA, der 70.000 Reisebüros und Veranstalter repräsentiert, erhebt schwere Vorwürfe gegen die IATA. Der Airline-Verband habe bei der Passanger Agency Conference Ende Oktober einseitig Entscheidungen getroffen, die "ein Schlag ins Gesicht aller IATA-Agenten" seien. Künftig dürfen Dritte die finanziellen Kriterien für die IATA-Akkreditierung (LFC) überprüfen und Empfehlungen aussprechen, wenn die IATA die Kriterien als "mangelhaft oder unzureichend" einstuft. Dies bedeute, dass die Möglichkeiten für die Reisebürovertreter, die LFC gemeinsam mit den Airlines festzulegen, massiv eingeschränkt würden, so die ECTAA. Außerdem habe die IATA trotz starken Widerspruchs von Seiten der Agentenvertreter und in Missachtung der eigenen Regeln bei der Konferenz einseitig Änderungen am TAC-Programm verabschiedet. Das Programm gibt den Agenturen die Möglichkeit, eine Überprüfung von für sie nachteiligen IATA-Entscheidungen durch einen Mediator zu beantragen. Durch die Änderung werde die Möglichkeit, eine unabhängige Mediation zu erzielen, in erheblichem Maße eingeschränkt. "Dies macht die Verzerrungen der IATA-Regeln zu Lasten der Agenturen beim Flugticketvertrieb deutlich", schimpft Michel de Blust, Generalsekretär der ECTAA. "Wenn ein kooperativer Ansatz nicht möglich ist, werden wir andere Wege suchen müssen".