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12.10.18, 08:00 Uhr

Das Leitbild heißt nachhaltiger Tourismus

Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat auf der

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Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat auf der Jahrestagung des DRV zu einem nachhaltigen Tourismus und einer engere Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern aufgerufen. „Wir müssen mit diesen Ländern auf Augenhöhe kooperieren. Elf Millionen Deutsche reisen pro Jahr in Entwicklungsländer, die positiven wirtschaftlichen Ergebnisse davon müssen auch bei der Bevölkerung des jeweiligen Landes ankommen“, fordert er die Touristiker und die Regierungen auf. Die Armut müsse bekämpft und die Globalisierung gerecht gestaltet werden. Er habe DRV-Präsident Fiebig daher Äthiopien als Austragungsort für die nächste Jahrestagung vorgeschlagen. „Wir müssen diese Länder im Tourismus als Ziele entdecken und entwickeln. Dies gibt den Einwohnern Perspektiven und Chancen. Ich bitte um Unterstützung.“ Priorisierte Länder seien diejenigen mit sogenannten „Good Governments“, dazu gehören für Müller Tunesien, Ghana, Togo, Äthiopien und die Elfenbeinküste. Damit fielen aber andere Länder nicht aus der möglichen Unterstützung heraus, vielen Destinationen könne geholfen werden. Wichtig sei aber, dass die Entwicklung dieser Länder nachhaltig erfolge. Dazu gehörten eine Verstärkung der Maßnahmen gegen den Klimawandel. „Der Tourismus hat einen Anteil von rund acht Prozent am globalen Klimawandel. Er muss klimafreundlicher werden.“ Die Kreuzfahrtreedereien dürften nicht auf eine Technologie mit hohem Kraftstoffverbrauch setzen. Es könne nicht sein, dass die Kreuzfahrtschiffe bei der Fahrt in die Häfen sauberen Diesel einsetzen und dabei unterstützt würden, auf hoher See aber auf Schweröl umstellen könnten. Innovationen in diesem Bereich kämen aus Deutschland, doch die entscheidenden Schritte erfolgten in China, Indien und Afrika. „Hier entscheidet sich der Klimawandel.“ Zu den weiteren dringend erforderlichen Maßnahmen zählt Müller die Verringerung des Plastikmülls. Wenn hier keine Maßnahmen ergriffen würden, gebe es 2050 in den Weltmeeren mehr Plastik als Wasser. Das Leitbild müsse ein nachhaltiger Tourismus sein. Aktiv müssten die Verantwortlichen aber auch in Bezug auf den Ansturm der Touristen bei den Kulturgütern werden. „Der Tourismus trägt eine Verantwortung für Natur und Kultur. Wir benötigen einen weltweiten Schutz der Natur.“ In die Köpfe der Reisenden und hier besonders der Männer müsse auch das Thema der Verhinderung der sexuellen Ausbeutung der Frauen.