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10.10.18, 08:00 Uhr

Neue Belastung für Bahn-Agenturen

Viele Arbeit für wenig Verdienst, das ist der Alltag der derzeit rund 2.100 Bahn-Agenturen. Aber es

Foto: Ccvision
Viele Arbeit für wenig Verdienst, das ist der Alltag der derzeit rund 2.100 Bahn-Agenturen. Aber es kann noch Schlimmer kommen. Der Verkehrs- und Tourismusausschuss des Europäischen Parlaments hat am Dienstag eine Neufassung der Fahrgastrechte beschlossen. Demnach müssten die Reisebüros die Bahnkunden zukünftig auch nach Reiseantritt über Verspätungen und Anschlussverbindungen informieren und Hilfeleistungen im Fall von Verspätungen leisten. Das heißt sie müssten den Kunden Mahlzeiten anbieten und für Hotelunterbringung sorgen. Der DRV kritisiert die Pläne als „lebensfremd“. Zumal die Vertragsbeziehung zwischen Reisenden und Bahnunternehmen bestehe. „Wenn die typischerweise kleinen und mittelständischen Betriebe diese neuen Verpflichtungen übernehmen müssten, wäre dies das Aus für den Fahrkartenverkauf im Reisebüro“, klagt DRV-Präsident Norbert Fiebig. Der Verband hat seine Bedenken bereits gegenüber Bundesjustizministerium formuliert und hofft nun, dass die Beratungen im EU-Ministerrat zu einer vernünftigen Lösung führen.