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Thomas Cook: Aldiana zurück im Provisionsmodell

„Aldiana ist zurück in der Familie, und das ist gut so“, sagt Carsten Seeliger (ganz links) mit

Foto: Thomas Cook
„Aldiana ist zurück in der Familie, und das ist gut so“, sagt Carsten Seeliger (ganz links) mit Blick auf eine der wichtigsten Botschaften des neuen Provisionsmodells für 2018/2019. Mit der Integration der über die Clubmarke erwirtschafteten Buchungsumsätze „kippen wir erneut Umsatz ins System und bieten dem Vertrieb riesige Umsatzwachschancen“, so der Geschäftsführer Vertrieb, E-Commerce, Marketing und Service bei Thomas Cook. Diese Entscheidung ist möglicherweise für viele wenig überraschend, sind Thomas Cook und Investor LMEY bereits seit vergangenem Jahr die neuen Eigentümer der Clubmarke; die Integration von Aldiana ins Provisionssystem deshalb nur konsequent. Wachstumschancen. Diese Entscheidung dürfte im Vertrieb freudig begrüßt werden, können Umsatzgrenzen nun künftig schneller erreicht werden. Ein Grund, warum die Oberurseler die Wachstumsstaffeln im Modell „moderat angepasst haben“, so Dirk Schachtsiek, Leiter Veranstaltervertrieb Thomas Cook (rechts). Konkret heißt das: Für Agenturen über 175.000 Euro Umsatz zahlt der Konzern künftig ab 105 Prozent (vorher: ab 103 Prozent) vom erreichten Umsatz des Vorjahres 12,35 Prozent, ab 110 Prozent (vorher: ab 107 Prozent) 12,4 Prozent und ab 115 Prozent (vorher: 110 Prozent) 12,5 Prozent Gesamtprovision. Einstiegsprovision für Aldiana weiterhin 10,5 Prozent. Stabil bleibt die bislang gezahlte Provision ab der ersten Buchung von 10,5 Prozent für Aldiana-Buchungen. Wohl mit ein Auslöser für die nächste wichtige Neuerung: Für die 188 Thomas-Cook-Hotelmarken werden künftig ebenfalls ab der ersten Buchung statt 7,5 Prozent nun 10,5 Prozent gezahlt. Davon profitieren vor allem Reisebüros mit einem Umsatz unter 175.000 Euro. Die neue 10,5-Prozent-Einstiegsprovision gilt für alle acht Hotelmarken: Neben Aldiana auch für Sentido, Smartline, Sun Connect, Sunprime, Sunwing, Casa Cook und Cook’s Club. „Das zeigt, wie ein mittelständisches Schnellboot einen großen Tanker beeinflussen kann“, sagt Seeliger mit Blick auf Aldiana und schmunzelt. Die Entscheidung für die erhöhte Einstiegsprovision bei Buchung der TC-eigenen Marken sei zudem ein klares Zeichen dafür, „dass wir in diesem Segment wachsen wollen“, so Schachtsiek, „ein wichtiger Teil unserer Strategie“. Kontinuität. Ansonsten zahlt der Veranstalter mit dem gelben Herzen Reisebüros ab einem Umsatz von 175.000 Euro nach wie vor zehn Prozent Grundprovision. Allerdings entfallen die bis dato existenten Wachstumsstaffeln für Reisebüros mit einem Umsatz unter 175.000 Euro. Sie seien kein Anreiz für die Agenturen gewesen, begründet Seeliger diesen Schritt. Wer unter die Grenze fällt, bekommt nun sieben Prozent auf allen Buchungen des klassischen Pauschalprodukts. Im Übrigen bleibt alles beim Alten, „wir sind im positiven Sinne langweilig geworden“, so der Vertriebschef weiter. Die im letzten Jahr eingeführte Grundprovision auf alle Öger Tours-Buchungen bleibt bestehen. Reisebüros bekommen unabhängig von der Einstufung ab 20.000 Euro Öger-Umsatz im vergangenen Jahr eine Provision von zehn Prozent im kommenden Geschäftsjahr. Und auch auf Zusatzleistungen, die über Cook-and-Book und Travelguide gebucht werden, zahlt Thomas Cook weiterhin Provision. Das neue Vergütungsmodell gilt ein Jahr.