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05.03.18, 08:00 Uhr

Branche fordert mehr Aufmerksamkeit

Der DRV fordert von der neuen Bundesregierung mehr Aufmerksamkeit für die Reisebranche. „Die

Foto: DRV
Der DRV fordert von der neuen Bundesregierung mehr Aufmerksamkeit für die Reisebranche. „Die künftige Regierung muss die Reisewirtschaft stärker als bisher berücksichtigen. Der Koalitionsvertrag sieht zwar eine nationale Tourismusstrategie vor, trägt aber der wirtschaftlichen Bedeutung des Auslandsreisegeschäfts zu wenig Rechnung“, klagt DRV-Präsident Norbert Fiebig. Laut DRV gehen 72 Prozent der Reisen der Deutschen ins Ausland. Im vergangenen Jahr wurden rund 70 Millionen Auslandsreisen unternommen. Die deutschen Veranstalter und der Reisevertrieb generieren einen jährlichen Umsatz von über 55 Milliarden Euro. Neben der Förderung des Deutschlandtourismus, wie sie der Koalitionsvertrag vorsieht, müssten daher auch die Anliegen der Unternehmen berücksichtigt werden, die das Auslandsreisegeschäft tragen, so der Verband. Um die deutsche Reisewirtschaft im europäischen und internationalen Vergleich konkurrenzfähig zu halten, verlangt der DRV eine spürbare Entlastung von „einseitig nationalen Auflagen“. Die gewerbesteuerliche Hinzurechnung schwebe nach wie vor wie ein Damoklesschwert über der Reisewirtschaft. Die Luftverkehrssteuer und die Luftsicherheitsgebühren wirkten ebenfalls wettbewerbsverzerrend im Vergleich zu anderen Ländern. „Augenmaß“ erwartet der Verband beim Thema Verbraucherschutz. Gerade beim Reisen seien die Verbraucher schon jetzt sehr gut geschützt. Sammelklagen in Form von Musterfeststellungsklagen, bei denen die Kläger nicht selbst am Prozess teilnehmen und ihre Schadensersatzansprüche nicht individuell geprüft werden, seien daher unnötig.