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Museum wiedereröffnet

Maryland macht Harriet Tubmans Geschichte neu erlebbar

Das Harriet Tubman Museum hat nach einer umfassenden Neugestaltung wiedereröffnet. Besucher erwartet eine multimediale Ausstellung über die Freiheitskämpferin und die Geschichte der Sklaverei. Weitere Gedenkstätten lassen sich entlang einer Themenroute entdecken.

Das Wandgemälde „Take My Hand“ des Künstlers Michael Rosato zeigt die amerikanische Freiheitskämpferin Harriet Tubman. Seit 2019 schmückt es die Fassade des Harriet Tubman Museum & Educational Center in Cambridge. Foto: Maryland Office of Tourism
Das Harriet Tubman Museum & Educational Center in Cambridge im US-Bundesstaat Maryland ist nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wiedereröffnet worden. Die neu gestaltete Ausstellung erzählt mit Hologrammen, audiovisuellen Elementen und großflächigen Wandgemälden die Geschichte der amerikanischen Freiheitskämpferin Harriet Tubman (1822–1913). Zugleich beleuchtet sie die Geschichte der Sklaverei in Maryland allgemein, wie das Maryland Office of Tourism mitteilt.

Tubman wird 1822 selbst in die Sklaverei hineingeboren. Später hilft sie zahlreichen versklavten Menschen bei der Flucht in die Freiheit. Dabei nutzt sie die sogenannte Underground Railroad, ein geheimes Netzwerk aus Fluchthelfern und Unterstützern. Darüber hinaus engagiert sie sich als Spionin, Krankenschwester und Frauenrechtlerin.

Hologramme und Wandgemälde erzählen Tubmans Geschichte

Die überarbeitete Ausstellung im Harriet Tubman Museum & Educational Center an Marylands Eastern Shore setzt auf verschiedene technische und künstlerische Elemente. Bereits am Eingang empfängt ein Hologramm von Harriet Tubman die Besucher. In den Ausstellungsräumen vermitteln neue Audio-, Licht-, Musik- und Videoelemente Einblicke in ihr Leben und Wirken.

Hinzu kommen großflächige Wandgemälde des Künstlers Michael Rosato, die wichtige Stationen aus Tubmans Leben darstellen. Rosato hat bereits 2019 das Wandbild „Take My Hand“ an der Außenfassade des Museums geschaffen. Es zeigt Tubman, die dem Betrachter ihre Hand entgegenstreckt. Das Motiv steht für ihren Mut und ihre Rolle im Kampf gegen die Sklaverei.

Führungen durch Cambridge und zur Geburtsstätte

Das Museum öffnet donnerstags und freitags jeweils von 12 bis 15 Uhr sowie samstags von 12 bis 16 Uhr. Für Sonntage können Besucher individuelle Termine vereinbaren.

Darüber hinaus bietet das Museum verschiedene Führungen an. Dazu gehören Rundgänge durch die Innenstadt von Cambridge, Touren zur Geburtsstätte Harriet Tubmans sowie die abendliche Führung „Walk with Harriet“. Unter dem Titel „Sunday Brunch and Black History“ verbindet das Museum einen gemeinsamen Brunch mit der Beschäftigung mit der Geschichte der afroamerikanischen Bevölkerung.

Ergänzend hat Museumsleiterin Linda Harris den Podcast „Find the Harriet within“ ins Leben gerufen. Die Sendung beim lokalen Radiosender Radio Chesapeake beschäftigt sich mit Tubmans Leben, ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit. Sie ist über WFHW 90.3 FM sowie das Webradio von WHCP zu hören.

Themenroute führt zu weiteren Gedenkstätten

Auch außerhalb von Cambridge können Besucher die Geschichte Harriet Tubmans erkunden. Rund 16 Kilometer südlich der Stadt liegt das Harriet Tubman Underground Railroad National Monument. Der knapp sieben Hektar große Park wird vom National Park Service betreut und erinnert an Tubmans Leben und ihren Einsatz gegen die Sklaverei.

Im Besucherzentrum informieren interaktive Ausstellungen über ihre Kindheit und ihre Tätigkeit als Fluchthelferin.

Zugleich ist das Gelände Ausgangspunkt des Harriet Tubman Underground Railroad Byway. Die rund 230 Kilometer lange Themenroute führt durch Sumpfgebiete, Marschlandschaften und Kiefernwälder der Eastern Shore. Entlang der Strecke können Reisende weitere historische Stätten und Gedenkorte besuchen.

Maryland bietet weitere Reiseziele

Maryland liegt an der Ostküste der USA zwischen der Chesapeake Bay, dem größten Flussmündungsgebiet des Landes, und den Appalachen.

Die Hauptstadt Annapolis ist unter anderem für den Segelsport bekannt. Baltimore, die größte Stadt des Bundesstaates, bietet einen historischen Hafen und eine vielfältige Kulturszene. Dort befindet sich auch der internationale Flughafen Baltimore-Washington (BWI).

Im Westen Marylands liegt Frederick mit seiner historischen Innenstadt. Die Stadt dient als Ausgangspunkt für Wanderungen in den State Parks der Region.