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Neun Urlaubsländer
13.09.26, 15:13 Uhr

Sunny Cars nimmt Tempolimits im Ausland unter die Lupe

Wer im Urlaub einen Mietwagen nimmt, sollte die Temporegeln des Reiselandes kennen. Sunny Cars gibt einen Überblick für neun beliebte Ziele von Griechenland und Spanien bis Kanada, Südafrika und Mauritius. Dabei unterscheiden sich nicht nur die Limits, sondern auch die Strafen deutlich.

Ein Blick auf den Tacho kann im Mietwagenurlaub viel Geld sparen. Foto: iStock/Alessandro Biascioli
Mietwagenanbieter Sunny Cars hat die Tempolimits und möglichen Strafen in neun beliebten Reiseländern zusammengestellt. Diese unterscheiden sich zum Teil deutlich: Während in spanischen Städten je nach Straße bereits bei 20 Kilometern pro Stunde Schluss ist, drohen auf Mauritius bei größeren Tempoverstößen Geldstrafen von bis zu 10.000 Rupien.

Griechenland senkt innerorts das Tempo

In vielen innerstädtischen Bereichen Griechenlands gilt seit 2026 Tempo 30, informiert Sunny Cars. Je nach Straße und Beschilderung können andere Werte gelten. Außerorts dürfen Pkw in der Regel rund 90 Kilometer pro Stunde fahren, auf Autobahnen bis zu 130 Kilometer pro Stunde.

Wer 20 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, muss mit einer Strafe von etwa 100 Euro rechnen. Bei mehr als 50 Kilometern pro Stunde über dem Limit können je nach Fall bis zu 700 Euro fällig werden. Wer den Strafzettel innerhalb von zehn Tagen bezahlt, erhält teilweise einen Rabatt, so Sunny Cars.

Großbritannien in Meilen

Im Vereinigten Königreich gilt innerorts überwiegend ein Tempolimit von 30 Meilen pro Stunde, in Wales grundsätzlich von 20 Meilen pro Stunde, erläutert Sunny Cars. Für Pkw sind auf einspurigen Landstraßen 60 Meilen pro Stunde erlaubt. Auf zweispurigen Straßen und Autobahnen liegt das Limit bei 70 Meilen pro Stunde.

Die Mindeststrafe beträgt 100 Pfund und drei Strafpunkte. Die Polizei kann sie theoretisch bereits bei einer Überschreitung um eine Meile pro Stunde verhängen. Geschwindigkeitskameras lösen in der Praxis häufig erst bei einer Überschreitung von mehr als zehn Prozent aus, schreibt Sunny Cars.

Kommt der Fall vor Gericht, kann sich die Geldstrafe am Wochenverdienst orientieren. Möglich sind bis zu 1.000 Pfund, auf Autobahnen bis zu 2.500 Pfund.

Italien erhöht manche Strafen nachts

In Italien dürfen Pkw innerorts in der Regel höchstens 50 Kilometer pro Stunde fahren, außerorts 90 Kilometer pro Stunde, schreibt Sunny Cars. Auf Schnellstraßen gelten bis zu 110 Kilometer pro Stunde, auf Autobahnen bis zu 130 Kilometer pro Stunde. Bei Regen können niedrigere Limits gelten.

Eine Überschreitung um 20 Kilometer pro Stunde kostet mindestens 175 Euro. Wer mehr als 50 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, muss mit Bußgeldern ab rund 545 Euro rechnen. Zwischen 22 und 7 Uhr steigen manche Bußgelder um ein Drittel. Bei schneller Bezahlung kann sich der Betrag reduzieren.

Kanada hat keine einheitlichen Limits

Kanada legt die Tempolimits nicht einheitlich für das gesamte Land fest. Die jeweiligen Provinzen und Territorien bestimmen die Regeln, erklärt Sunny Cars. Innerorts gelten häufig 50 Kilometer pro Stunde, auf Landstraßen meist 80 bis 100 Kilometer pro Stunde und auf Highways häufig 100 bis 110 Kilometer pro Stunde. Einzelne Strecken erlauben höhere Geschwindigkeiten.

Auch die Strafen unterscheiden sich zwischen den Provinzen. Einen landesweit einheitlichen Bußgeldbetrag gibt es deshalb nicht. Sunny Cars empfiehlt, sich vor der Fahrt über die Regeln der jeweiligen Region zu informieren.

Mauritius unterscheidet nach Straßenkategorien

Auf Mauritius richten sich die Tempolimits vor allem nach der Straßenkategorie, informiert Sunny Cars. Auf M Roads sind bis zu 110 Kilometer pro Stunde erlaubt, auf A und B Roads bis zu 90 Kilometer pro Stunde. Auf sonstigen Straßen liegt das Limit bei bis zu 80 Kilometern pro Stunde. Niedrigere ausgeschilderte Geschwindigkeiten haben Vorrang.

Wer bis zu 15 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, zahlt 2.500 Rupien, umgerechnet rund 45 Euro. Bei einer Überschreitung von mehr als 15 bis zu 25 Kilometern pro Stunde werden 5.000 Rupien fällig. Bei mehr als 25 Kilometern pro Stunde über dem Limit sind es 10.000 Rupien.

Portugal schreibt auf Autobahnen auch ein Mindesttempo vor

In Portugal gilt innerorts meist Tempo 50 und außerorts Tempo 90, schreibt Sunny Cars. Auf Schnellstraßen sind bis zu 100 Kilometer pro Stunde erlaubt, auf Autobahnen 120 Kilometer pro Stunde. Dort gilt zugleich eine Mindestgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde.

Die Höhe der Strafe richtet sich sowohl nach dem Ausmaß der Überschreitung als auch nach dem Ort des Verstoßes. Leichte Verstöße kosten etwa 60 bis 300 Euro. Bei hohen Überschreitungen können 500 bis 2.500 Euro fällig werden.

Spanien staffelt das Tempo in Städten

In spanischen Städten hängt das Tempolimit von der jeweiligen Straße ab, erläutert Sunny Cars. Je nach Straßenart gelten 20, 30 oder 50 Kilometer pro Stunde. Auf Straßen mit nur einer Fahrspur pro Richtung liegt das Limit häufig bei 30 Kilometern pro Stunde.

Außerorts gelten für Pkw überwiegend 90 Kilometer pro Stunde. Auf Autobahnen und Autovías sind bis zu 120 Kilometer pro Stunde erlaubt. Bei einer Überschreitung um 20 Kilometer pro Stunde werden etwa 100 Euro fällig. Wer mehr als 50 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, muss mit bis zu 600 Euro rechnen. Bei schneller Zahlung kann sich der Betrag reduzieren.

Südafrika ahndet starke Überschreitungen besonders

In Südafrika gilt für Pkw innerorts in der Regel Tempo 60, außerorts Tempo 100 und auf Freeways Tempo 120, informiert Sunny Cars. Niedrigere ausgeschilderte Geschwindigkeiten haben Vorrang.

Die Höhe der Strafe hängt von der Überschreitung und vom Straßentyp ab. Die Bußgelder beginnen bei rund 400 Rand und können bis auf etwa 3.200 Rand steigen. Das entspricht ungefähr 20 bis 170 Euro. Bei sehr hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen drohen zusätzlich eine Festnahme und Strafpunkte.

USA regeln Tempolimits auf Ebene der Bundesstaaten

Auch in den USA gibt es kein einheitliches nationales Tempolimit, erklärt Sunny Cars. Die erlaubte Geschwindigkeit hängt vom Bundesstaat und vom Straßentyp ab. Innerorts gelten häufig 25 bis 35 Meilen pro Stunde. Auf Highways und Interstates sind vielfach 65 bis 80 Meilen pro Stunde erlaubt. Auf einzelnen Abschnitten in Texas liegt das Limit bei bis zu 85 Meilen pro Stunde.

Auch die Strafen unterscheiden sich je nach Bundesstaat. Wer deutlich zu schnell fährt, kann in einigen Staaten wegen „reckless driving“, also rücksichtslosen Fahrens, belangt werden. In solchen Fällen ist auch ein Gerichtsverfahren möglich.