Museums-Tipps13.09.26, 14:31 Uhr
Oman zeigt Kultur zwischen Weihrauch, Dhow und Hightech
Mehr als 5.000 Jahre Geschichte, jahrhundertealte Seefahrt und eine lebendige Kunstszene treffen in Omans Museen aufeinander. Sieben Kulturorte zeigen das Sultanat aus unterschiedlichen Perspektiven und führen von archäologischen Schätzen bis zu digital inszenierter Geschichte.

Das Oman Across Ages Museum in Manah erzählt mehr als 5.000 Jahre omanische Geschichte – auch architektonisch nimmt das Gebäude Bezug auf die Felsen und Bergrücken des Hadschar-Gebirges. Foto: Experience Oman
Oman zeigt seine Geschichte und Kultur in sehr unterschiedlichen Museen und Ausstellungen. Diese reichen von archäologischen Funden und traditionellem Bootsbau über Weihrauchhandel und Musik bis zu zeitgenössischer Kunst. Sieben Orte geben Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart des Sultanats.
National Museum zeigt Omans Geschichte
Das National Museum in der Altstadt von Maskat gegenüber dem Al-Alam-Palast erzählt die Geschichte Omans von den ersten menschlichen Spuren bis in die Gegenwart. Themen sind unter anderem Seefahrt und Weihrauchhandel, Islam und omanische Herrscher, traditionelle Bewässerungssysteme, Waffen, Schmuck, Münzen, Handwerk und Alltagskultur.
Zu den ältesten Exponaten gehören Funde aus der Bronzezeit. Dazu zählt ein zeremonieller Dolch aus der Zivilisation von Magan. Das Museum beschäftigt sich außerdem mit den Bienenkorbgräbern von Bat, al-Khutm und al-Ayn. Zu sehen sind auch omanische Khanjars. Die geschwungenen Dolche gehören bis heute zur Festtagskleidung im Land.
In einem offenen Depot können Besucher Restauratoren bei ihrer Arbeit beobachten.
Oman Across Ages Museum setzt auf digitale Technik
Das Oman Across Ages Museum liegt in Manah, knapp 20 Kilometer von Nizwa entfernt. Seine Architektur orientiert sich an den Felsen und Bergrücken des Hadschar-Gebirges.
Die Ausstellung führt durch mehr als 5.000 Jahre omanische Geschichte. Sie beginnt mit der Entstehung des Landes und den ersten Siedlern und reicht über die Bronzezeit und die Zivilisation von Magan bis zu Seefahrt, Weihrauchhandel, Islam und den omanischen Dynastien.
Historische Szenen werden unter anderem mit 360-Grad-Projektionen, virtuellen Welten und interaktiven Installationen vermittelt. Die Renaissance Gallery beschäftigt sich mit der Entwicklung Omans seit 1970. Im Mittelpunkt stehen Bildung, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Infrastruktur.
Bait Al Zubair widmet sich dem Alltag
Das private Museum Bait Al Zubair in Maskat verteilt sich auf mehrere traditionelle Häuser. Die Sammlung umfasst Khanjars und Schwerter, Schmuck, Kleidung, Haushaltsgegenstände und Musikinstrumente.
Eine Hochzeitssammlung zeigt traditionelle Kleidung und Schmuck. Eines der Häuser bildet ein mehr als 100 Jahre altes omanisches Wohnhaus mit Majli, Schlafzimmer und Vorratsraum nach.
Zur Anlage gehört außerdem die Gallery Sarah. Sie zeigt zeitgenössische Kunst von etablierten und jungen Künstlern und verbindet damit historische Exponate mit Arbeiten aus der Gegenwart.
Museum in Salalah erzählt vom Weihrauchhandel
Das Museum of the Frankincense Land in Salalah beschäftigt sich mit Weihrauch und dem Handel mit dem Harz des Weihrauchbaums. Dieser verband die Region Dhofar bereits vor Jahrtausenden mit anderen Zivilisationen des Orients.
Die History Hall zeigt die alten Handelswege sowie verschiedene Weihraucharten und deren Verwendung. In der Maritime Hall geht es um den Transport der Ware über das Meer. Schiffsmodelle zeigen die omanische Bootsbaukunst und die Organisation des Handels. Eine virtuelle Reise führt Besucher ebenfalls über das Meer.
Das Museum befindet sich im Al-Baleed Archaeological Park. Dessen Ruinen gehören zum Unesco-Welterbe „Land of Frankincense“.
Ausstellung im Royal Opera House macht Musik erlebbar
Die Ausstellung „Oman and the World: A Musical Journey“ im Royal Opera House in Maskat erstreckt sich über rund 850 Quadratmeter. Sie beschäftigt sich mit Naturgeräuschen, der Entstehung und Wissenschaft von Klängen, Instrumenten und Musiktraditionen sowie mit der Bedeutung von Musik für Menschen weltweit.
An interaktiven Stationen können Besucher Rhythmen ausprobieren, Klänge erforschen und selbst als Dirigent agieren. Ein eigener Bereich widmet sich der omanischen Musik und ihren Traditionen. Gleichzeitig zeigt die Ausstellung musikalische Entwicklungen aus anderen Teilen der Welt. Filme und Soundscapes ergänzen das Angebot.
Stal Gallery zeigt zeitgenössische Kunst
Die Stal Gallery in Maskat konzentriert sich auf zeitgenössische Kunst. Sie zeigt Arbeiten junger und etablierter omanischer Künstler.
Gemälde, Fotografien, Installationen und Mixed-Media-Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit Identität, Erinnerung, Landschaft und dem Wandel des Landes. In wechselnden Ausstellungen sind auch internationale Künstler vertreten.
Traditionelle Symbole und Motive werden dabei neu interpretiert. Persönliche Geschichten treffen auf gesellschaftliche Themen.
In Sur entstehen Dhows in Handarbeit
In der Dhow Factory am Ufer der Lagune von Sur werden bis heute traditionelle Holzboote gebaut. Mit solchen Dhows segelten Omanis einst über den Indischen Ozean nach Ostafrika und Indien.
Die Bootsbauer schneiden große Planken aus Teakholz zu, biegen sie und setzen sie Stück für Stück zum Rumpf zusammen. Dabei arbeiten sie meist mit traditionellen Werkzeugen und über Generationen weitergegebenem Wissen. Baupläne spielen dabei keine zentrale Rolle. Die Erfahrung der Handwerker bestimmt, wie das Schiff entsteht.
Besucher können den Bootsbauern bei ihrer Arbeit zusehen. Im angeschlossenen Fath Al Khair Center und in der Weshar Gallery dokumentieren Fotos und Exponate zusätzlich die maritime Geschichte der Stadt.
National Museum zeigt Omans Geschichte
Das National Museum in der Altstadt von Maskat gegenüber dem Al-Alam-Palast erzählt die Geschichte Omans von den ersten menschlichen Spuren bis in die Gegenwart. Themen sind unter anderem Seefahrt und Weihrauchhandel, Islam und omanische Herrscher, traditionelle Bewässerungssysteme, Waffen, Schmuck, Münzen, Handwerk und Alltagskultur.
Zu den ältesten Exponaten gehören Funde aus der Bronzezeit. Dazu zählt ein zeremonieller Dolch aus der Zivilisation von Magan. Das Museum beschäftigt sich außerdem mit den Bienenkorbgräbern von Bat, al-Khutm und al-Ayn. Zu sehen sind auch omanische Khanjars. Die geschwungenen Dolche gehören bis heute zur Festtagskleidung im Land.
In einem offenen Depot können Besucher Restauratoren bei ihrer Arbeit beobachten.
Oman Across Ages Museum setzt auf digitale Technik
Das Oman Across Ages Museum liegt in Manah, knapp 20 Kilometer von Nizwa entfernt. Seine Architektur orientiert sich an den Felsen und Bergrücken des Hadschar-Gebirges.
Die Ausstellung führt durch mehr als 5.000 Jahre omanische Geschichte. Sie beginnt mit der Entstehung des Landes und den ersten Siedlern und reicht über die Bronzezeit und die Zivilisation von Magan bis zu Seefahrt, Weihrauchhandel, Islam und den omanischen Dynastien.
Historische Szenen werden unter anderem mit 360-Grad-Projektionen, virtuellen Welten und interaktiven Installationen vermittelt. Die Renaissance Gallery beschäftigt sich mit der Entwicklung Omans seit 1970. Im Mittelpunkt stehen Bildung, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Infrastruktur.
Bait Al Zubair widmet sich dem Alltag
Das private Museum Bait Al Zubair in Maskat verteilt sich auf mehrere traditionelle Häuser. Die Sammlung umfasst Khanjars und Schwerter, Schmuck, Kleidung, Haushaltsgegenstände und Musikinstrumente.
Eine Hochzeitssammlung zeigt traditionelle Kleidung und Schmuck. Eines der Häuser bildet ein mehr als 100 Jahre altes omanisches Wohnhaus mit Majli, Schlafzimmer und Vorratsraum nach.
Zur Anlage gehört außerdem die Gallery Sarah. Sie zeigt zeitgenössische Kunst von etablierten und jungen Künstlern und verbindet damit historische Exponate mit Arbeiten aus der Gegenwart.
Museum in Salalah erzählt vom Weihrauchhandel
Das Museum of the Frankincense Land in Salalah beschäftigt sich mit Weihrauch und dem Handel mit dem Harz des Weihrauchbaums. Dieser verband die Region Dhofar bereits vor Jahrtausenden mit anderen Zivilisationen des Orients.
Die History Hall zeigt die alten Handelswege sowie verschiedene Weihraucharten und deren Verwendung. In der Maritime Hall geht es um den Transport der Ware über das Meer. Schiffsmodelle zeigen die omanische Bootsbaukunst und die Organisation des Handels. Eine virtuelle Reise führt Besucher ebenfalls über das Meer.
Das Museum befindet sich im Al-Baleed Archaeological Park. Dessen Ruinen gehören zum Unesco-Welterbe „Land of Frankincense“.
Ausstellung im Royal Opera House macht Musik erlebbar
Die Ausstellung „Oman and the World: A Musical Journey“ im Royal Opera House in Maskat erstreckt sich über rund 850 Quadratmeter. Sie beschäftigt sich mit Naturgeräuschen, der Entstehung und Wissenschaft von Klängen, Instrumenten und Musiktraditionen sowie mit der Bedeutung von Musik für Menschen weltweit.
An interaktiven Stationen können Besucher Rhythmen ausprobieren, Klänge erforschen und selbst als Dirigent agieren. Ein eigener Bereich widmet sich der omanischen Musik und ihren Traditionen. Gleichzeitig zeigt die Ausstellung musikalische Entwicklungen aus anderen Teilen der Welt. Filme und Soundscapes ergänzen das Angebot.
Stal Gallery zeigt zeitgenössische Kunst
Die Stal Gallery in Maskat konzentriert sich auf zeitgenössische Kunst. Sie zeigt Arbeiten junger und etablierter omanischer Künstler.
Gemälde, Fotografien, Installationen und Mixed-Media-Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit Identität, Erinnerung, Landschaft und dem Wandel des Landes. In wechselnden Ausstellungen sind auch internationale Künstler vertreten.
Traditionelle Symbole und Motive werden dabei neu interpretiert. Persönliche Geschichten treffen auf gesellschaftliche Themen.
In Sur entstehen Dhows in Handarbeit
In der Dhow Factory am Ufer der Lagune von Sur werden bis heute traditionelle Holzboote gebaut. Mit solchen Dhows segelten Omanis einst über den Indischen Ozean nach Ostafrika und Indien.
Die Bootsbauer schneiden große Planken aus Teakholz zu, biegen sie und setzen sie Stück für Stück zum Rumpf zusammen. Dabei arbeiten sie meist mit traditionellen Werkzeugen und über Generationen weitergegebenem Wissen. Baupläne spielen dabei keine zentrale Rolle. Die Erfahrung der Handwerker bestimmt, wie das Schiff entsteht.
Besucher können den Bootsbauern bei ihrer Arbeit zusehen. Im angeschlossenen Fath Al Khair Center und in der Weshar Gallery dokumentieren Fotos und Exponate zusätzlich die maritime Geschichte der Stadt.

