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Events in der Normandie
08.09.26, 16:30 Uhr

Rouen lädt zum kulinarischen Doppel im Oktober

Fünf Tage lang dreht sich in Rouen alles um Genuss. Das Gourmetfestival „Rouen à Table!“ kombiniert 2026 erstmals Kulinarik und Musik und bringt Köche aus mehreren Unesco-Gastronomiestädten zusammen. Am Wochenende ergänzt die „Fête du Ventre“ mit mehr als 100 Produzenten das Programm.

Von Vier-Hand-Menüs mit internationalen Köchen bis zum Mocktail-Workshop in Monets ehemaligem Atelier reicht das Programm von „Rouen à Table!“. Foto: David Morganti
Vom 7. bis 11. Oktober findet in Rouen die dritte Ausgabe des Gourmetfestivals „Rouen à Table!“ statt. In diesem Jahr verbindet das Festival Gastronomie mit Musik. Am Wochenende des 10. und 11. Oktober läuft parallel die 27. „Fête du Ventre et de la Gastronomie Normande“.

Menüs treffen auf Jazz und Klassik

Rouen gehört seit 2021 als bislang einzige französische Stadt dem Unesco Creative Cities Network in der Kategorie Gastronomie an. Regionale Produkte, kurze Wege, handwerkliche Herstellung sowie die Unterstützung lokaler Produzenten spielen in der Gastronomie der Stadt eine wichtige Rolle. Hinzu kommen eine lebendige Restaurant- und Nachwuchsszene.

Bei „Rouen à Table!“ steht 2026 die Verbindung von Essen und Musik im Mittelpunkt. Bei den „Chef's Special Dinners“ vom 7. bis 9. Oktober auf der Place de la Cathédrale kochen Mitglieder des Club des Toques gemeinsam mit Nachwuchstalenten. Der Verein bringt Köche sowie Fachleute aus Gastronomie und Handwerk zusammen.

Die Menüs orientieren sich an Werken der französischen und internationalen Musik, insbesondere an Jazz und Klassik. Gastgeber der Abende ist Food-Autor Bruno Bertheuil.

Schirmherr des Festivals ist Küchenchef und Bäcker Christoph Cressent. Er erhielt 2000 den Titel „Meilleur Ouvrier de France“ für sein handwerkliches Können und betreibt zwei Feinschmeckerbäckereien in Rouen.

Köche aus fünf Ländern zu Gast

Internationale Zusammenarbeit steht bei den „Two Worlds, One Menu“-Dinners am Samstag, 10. Oktober, und Sonntag, 11. Oktober, auf dem Programm. Küchenprofis aus Rouen kochen dabei mit Kollegen aus anderen Unesco Creative Cities of Gastronomy.

Beteiligt sind kulinarische Talente aus Brasilien, China, den USA, dem Libanon und Thailand. Gemeinsam mit den Gastgebern aus Rouen entwickeln sie Vier-Hand-Menüs. Dabei kombinieren sie normannische Produkte mit Aromen und Techniken aus den jeweiligen Ländern.

Rallyes führen durch Rouens Gastronomie

Weitere Programmpunkte führen zu verschiedenen gastronomischen Adressen der Stadt. Bei Rallyes besuchen Teilnehmer unter anderem Käsehändler, Weinkeller und Restaurants.

Neu ist 2026 eine Familien-Rallye mit vier Verkostungsstationen. Sie verbindet normannische Küche mit Spielen und Stadtgeschichte.

Mocktails in Monets Atelier

Am Samstag, 10. Oktober, leitet Küchenchef Damien, Mitbegründer des Foodblogs 750g, einen Mocktail-Workshop. Aus natürlichen Zutaten entstehen dabei Neuinterpretationen von Getränkeklassikern wie Tonic, Cola und Limonade.

Der Workshop findet im Atelier Monet gegenüber der Kathedrale von Rouen statt. An diesem Ort stellte Claude Monet einst seine Staffelei auf. Der Programmpunkt greift zugleich das Monet-Jahr 2026 auf. Am 5. Dezember jährt sich der Todestag des Malers zum 100. Mal.

Zwischen 1892 und 1894 schuf Monet eine Serie von 33 Ansichten der Kathedrale von Rouen. Sie zählt zu seinen bekannten Motivserien.

Frühstück auf der Place de la Cathédrale

Am Samstag und Sonntag, 10. und 11. Oktober, beginnt das Festivalprogramm jeweils von 8.30 bis 11 Uhr mit einem „Großen Frühstück“ unter freiem Himmel auf der Place de la Cathédrale.

Regionale Produzenten bieten dort lokale Produkte zum Probieren an und stellen ihre handwerkliche Arbeit vor. Eine Jukebox liefert die Musik. Die Besucher können die Stücke selbst auswählen.

Auch im botanischen Garten Jardin des Plantes stehen kulinarische und musikalische Workshops auf dem Programm. Zum Abschluss des Festivals bietet das „Studio des Petits Gourmands“ Backworkshops für Kinder an.

Bei „Disco & Soup“ kochen die Teilnehmer gemeinsam mit Küchenchef Damien Suppe aus „unperfektem“ Gemüse. Verwendet werden lokale Bio-Produkte, begleitet wird die Aktion von Musik.

Mehr als 100 Produzenten bei der Fête du Ventre

Parallel zu „Rouen à Table!“ findet am 10. und 11. Oktober die 27. Ausgabe der „Fête du Ventre et de la Gastronomie Normande“ statt. Rund um den Vieux Marché bieten mehr als 100 regionale Produzenten ihre Spezialitäten an.

Zum Angebot gehören typische Produkte der Normandie wie Äpfel, Käse, Cidre, Andouille und andere Wurstwaren, Milchprodukte und Konfitüren. Hinzu kommen unter anderem Senf, Wein und Safran. Außerdem sind Verkostungen, Kochvorführungen und Musik geplant.

Die Geschichte der „Fête du Ventre“ reicht bis in die 1930er-Jahre zurück. Nach einer längeren Unterbrechung wurde das Fest im Jahr 2000 wiederbelebt.