Sachsen-Anhalt26.08.26, 12:20 Uhr
DTV-Präsident plädiert für Weltoffenheit und Gastfreundschaft
Kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt hat Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbands (DTV) in einem Gastbeitrag in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland für Weltoffenheit und Gastfreundschaft geworben.

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Kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt hat Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbands (DTV) in einem Gastbeitrag in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland für Weltoffenheit und Gastfreundschaft geworben.
Mit Sorge beobachte er eine Entwicklung, die in Sachsen-Anhalt seit ein paar Jahren zu verfolgen sei. Die Kritik der AfD am Bauhaus ziehe sich durch parlamentarische Initiativen und finde sich nun im Wahlprogramm der Partei für Sachsen-Anhalt wieder. Dort werde das Bauhaus als „umstrittene Architekturschule" bezeichnet. An die Stelle der bisherigen Vermarktung solle eine Kampagne unter dem Motto „#deutschdenken" mit „patriotischen Tourismuskonzepten" treten.
„Aus Sicht des Tourismus überzeugt dieser Gegensatz nicht“, so Meyer. „Im Gegenteil: Er ist Gift für das Bild Deutschlands in der Welt. Deutschlands touristische Stärke beruht gerade darauf, dass nationale Identität und internationale Ausstrahlung kein Widerspruch sind. Das Bauhaus ist ein deutsches Kulturerbe – und zugleich eine weltweit anerkannte Marke. Sein Erfolg liegt nicht darin, dass es sich nach innen richtet, sondern dass es Menschen aus aller Welt anspricht.“
Es sei ein Fehler, international etablierte Kulturmarken wie das Bauhaus zum Gegenstand parteipolitischer Auseinandersetzungen zu machen, ist der DTV-Präsident überzeugt. Was über Jahrzehnte als touristische Stärke aufgebaut worden sei, solle nicht aus kurzfristigen politischen Erwägungen infrage gestellt werden. „Von den irritierenden Parallelen zu Zeiten des Nationalsozialismus und dem damaligen Umgang mit dem Bauhaus ganz zu schweigen.“
„Tourismus lebt davon, dass Kultur Menschen verbindet und Neugier weckt“, resümiert Meyer. „Wer Kultur vor allem als Mittel nationaler Selbstvergewisserung versteht, verkennt ihre internationale Anziehungskraft – und damit einen wichtigen wirtschaftlichen Erfolgsfaktor. Deshalb gilt beim Bauhaus: Wehret den Anfängen!“
Mit Sorge beobachte er eine Entwicklung, die in Sachsen-Anhalt seit ein paar Jahren zu verfolgen sei. Die Kritik der AfD am Bauhaus ziehe sich durch parlamentarische Initiativen und finde sich nun im Wahlprogramm der Partei für Sachsen-Anhalt wieder. Dort werde das Bauhaus als „umstrittene Architekturschule" bezeichnet. An die Stelle der bisherigen Vermarktung solle eine Kampagne unter dem Motto „#deutschdenken" mit „patriotischen Tourismuskonzepten" treten.
„Aus Sicht des Tourismus überzeugt dieser Gegensatz nicht“, so Meyer. „Im Gegenteil: Er ist Gift für das Bild Deutschlands in der Welt. Deutschlands touristische Stärke beruht gerade darauf, dass nationale Identität und internationale Ausstrahlung kein Widerspruch sind. Das Bauhaus ist ein deutsches Kulturerbe – und zugleich eine weltweit anerkannte Marke. Sein Erfolg liegt nicht darin, dass es sich nach innen richtet, sondern dass es Menschen aus aller Welt anspricht.“
Es sei ein Fehler, international etablierte Kulturmarken wie das Bauhaus zum Gegenstand parteipolitischer Auseinandersetzungen zu machen, ist der DTV-Präsident überzeugt. Was über Jahrzehnte als touristische Stärke aufgebaut worden sei, solle nicht aus kurzfristigen politischen Erwägungen infrage gestellt werden. „Von den irritierenden Parallelen zu Zeiten des Nationalsozialismus und dem damaligen Umgang mit dem Bauhaus ganz zu schweigen.“
„Tourismus lebt davon, dass Kultur Menschen verbindet und Neugier weckt“, resümiert Meyer. „Wer Kultur vor allem als Mittel nationaler Selbstvergewisserung versteht, verkennt ihre internationale Anziehungskraft – und damit einen wichtigen wirtschaftlichen Erfolgsfaktor. Deshalb gilt beim Bauhaus: Wehret den Anfängen!“

