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Touristische Infrastruktur
18.08.26, 13:27 Uhr

Israel plant Seilbahn von Nazareth zum Berg Tabor

Auf den Berg Tabor könnte es künftig per Seilbahn gehen. Israel plant eine Verbindung über Nazareth und Nof Hagalil bis zum Gipfel. Damit sollen Besucher und Pilger die Region leichter bereisen können. Zugleich soll das Projekt die engen und kurvenreichen Straßen entlasten, auf denen es regelmäßig zu Staus kommt.

Blick vom Berg Sturz bei Nazareth über die Jesreelebene in Richtung Berg Tabor. Foto: iStock/Seasunandsky
Israel plant eine Seilbahn, die Nof Hagalil (vormals Nazareth-Illit) und Nazareth mit dem Berg Tabor verbinden soll. Das Projekt soll die Erreichbarkeit touristischer und religiöser Stätten in Galiläa verbessern und zugleich die Straßen zum Berg Tabor entlasten. Das israelische Tourismus- und das Verkehrsministerium treiben die Planungen gemeinsam voran.

Strecke führt über Nazareth

Die geplante Strecke soll vom Bereich Kfar Tavor über Nazareth und Nof Hagalil führen. Ein Zwischenstopp ist in Shibli-Umm al-Ghanam vorgesehen. Endpunkt soll der Gipfel des Berges Tabor sein.

Damit würde die Seilbahn mehrere historische und religiöse Stätten miteinander verbinden. Während der Fahrt sollen Besucher zudem Ausblicke über die Landschaft Galiläas erhalten.

Alternative zur kurvenreichen Straße

Ein wichtiges Ziel ist eine bessere Verkehrsanbindung des Berges Tabor. Bislang führen enge und kurvenreiche Straßen auf den Berg. Dort kommt es regelmäßig zu Staus. Die Seilbahn soll eine Alternative zur Anreise auf der Straße schaffen und die Verkehrswege entlasten.

Für die Planung und eine wirtschaftliche Machbarkeitsstudie stellt die israelische Regierung rund vier Millionen Schekel bereit. Das entspricht etwa 1,1 Millionen Euro. Hinzu kommt eine bereits zuvor vom Tourismusministerium bereitgestellte Anschubfinanzierung von einer Million Schekel.

Die Studien sollen innerhalb des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Ihre Ergebnisse sollen als Grundlage für die weitere technische Planung und eine mögliche Umsetzung des Projekts dienen.

Pilgertourismus im Fokus

Mit dem Projekt wollen die Ministerien auch den Tourismus in Galiläa stärken. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Pilgertourismus entlang des „Gospel Trail“, der bedeutende Stätten des christlichen Glaubens miteinander verbindet.

Die bessere Erreichbarkeit des Berges Tabor soll internationale Pilgergruppen und Besucher aus Israel ansprechen.