Felsen, Moore, Flüsse10.08.26, 09:21 Uhr
Naturwunderwahl rückt neun Outdoor-Ziele ins Rampenlicht
Wohin lohnt sich der nächste Ausflug im eigenen Land? Die Naturwunderwahl 2026 liefert neun Antworten. Vom Steinzoo über die Teufelsmauer bis zum Brenner Moor stehen ganz unterschiedliche Landschaften zur Wahl. Viele davon lassen sich auf Wanderwegen und geführten Touren entdecken.

Die rund 80 Millionen Jahre alten Sandsteinfelsen der Teufelsmauer ziehen sich durch das nördliche Harzvorland in Sachsen-Anhalt. Foto: Teufelsmauer Weddersleben e.V.
Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband (DWV) starten die Wahl zum „Naturwunder des Jahres 2026“. Bis zum 27. September können Menschen mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz online über neun Naturorte in sieben Bundesländern abstimmen.
Die Kandidaten liegen in Sachsen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Schleswig-Holstein. Zur Wahl stehen Felsformationen, Flusslandschaften sowie Trocken- und Feuchtgebiete. Einige der Orte zeigen zudem, wie Renaturierung und Naturschutz Lebensräume erhalten oder wiederherstellen können.
Wanderwege, Bohlenstege und geführte Touren erschließen die Gebiete für Besucher. Zugleich dienen viele von ihnen als Lebensraum für seltene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten.
„Vielfalt unserer heimischen Landschaften neu entdecken“
„Mit der Naturwunderwahl möchten wir alle Menschen dazu einladen, die Vielfalt unserer heimischen Landschaften neu zu entdecken“, sagt Fritz Brickwedde, Vorsitzender des Stiftungsrates der Heinz Sielmann Stiftung. „Die diesjährigen Kandidaten erzählen von der Erdgeschichte und biologischer Vielfalt, von der Kraft natürlicher Prozesse und der Wiederherstellung wertvoller Lebensräume.“
Zugleich gehe es um den Schutz der Gebiete. „Jeder dieser Orte steht auf eigene Weise für die Schönheit der Natur, aber auch für ihre Verletzlichkeit und die Notwendigkeit, sie zu schützen“, so Brickwedde.
Auch der Deutsche Wanderverband stellt die Verbindung zwischen Naturerlebnis und Schutz in den Mittelpunkt. „Wer zu Fuß in der Natur unterwegs ist, erlebt ihre Schönheit und Vielfalt besonders intensiv. Gut markierte Wege und eine umsichtige Besucherlenkung machen das möglich, ohne sensible Bereiche unnötig zu stören“, sagt DWV-Präsident Michael Ermrich.
Dafür leisteten die Wandervereine und ihre ehrenamtlich Engagierten einen „unverzichtbaren Beitrag“. Mit der Naturwunderwahl, so Ermrich, zeige man außerdem: „Nachhaltiger Wandertourismus und Naturschutz gehen Hand in Hand“.
Zur diesjährigen Wahl stehen:
Drei Rundtouren führen durch eine Landschaft mit Mischwäldern, Bächen und Feuchtwiesen. Dort leben unter anderem Luchs, Fischotter und Wanderfalke.
Markierte Wege und geführte Exkursionen führen durch das Naturschutzgebiet und sollen Besucher durch die empfindliche Landschaft lenken.
Nährstoffarme Böden und steile Felsbereiche dienen spezialisierten Pflanzen sowie Wanderfalken, Fledermäusen, Zauneidechsen und Schlingnattern als Rückzugsräume. Wanderwege bieten Ausblicke auf den Harz und das Harzvorland.
Eisvogel, Biber, Graureiher und Kormoran kommen dort vor. Geführte Kanutouren sollen ein naturverträgliches Erleben der Flusslandschaft ermöglichen.
Ein Rundweg mit interaktiven Infotafeln erschließt die Felsformationen für Besucher.
Mehrere Wanderwege führen zum Druidenstein und vermitteln Informationen über Geologie und Bergbaugeschichte.
In dem ehemaligen Bergwerk entstanden über Jahrhunderte Tropfsteine, Sinterflächen und Grottenseen. Ein Weg durch die unterirdische Landschaft vermittelt zugleich Einblicke in die Geschichte des Bergbaus.
Auch Blaukehlchen, Nachtigall, Eisvogel und Kranich nutzen das Gebiet. Besucher können das Moor über einen Bohlenweg erkunden, ohne empfindliche Flächen zu betreten.
Mehr als 1.280 Arten wurden dort nachgewiesen. Dazu gehören Bodenbrüter wie Kiebitz, Grauammer und Braunkehlchen. Ein Bohlenweg, ein Aussichtsturm und ein Aussichtshügel ermöglichen Besuchern Einblicke in die Entwicklung des Moores.
Abstimmung läuft bis Ende September
Die Online-Abstimmung läuft bis 27. September auf der Website der Heinz Sielmann Stiftung. Nach Ende der Publikumswahl wird das Ergebnis veröffentlicht. Der Gewinner erhält anschließend bei einer Preisverleihung den Titel „Naturwunder des Jahres 2026“.
Die Naturwunderwahl ist eine Initiative der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbands. Zunächst können Vorschläge für mögliche Kandidaten eingereicht werden. Eine Jury mit Vertretern beider Organisationen wählt daraus neun Naturorte für die Publikumsabstimmung aus. Ziel der Initiative ist es, das Umweltbewusstsein und den Schutz der Natur zu stärken.
Als Naturwunder gelten dabei Naturphänomene oder natürliche Erscheinungen, die häufig durch geologische, atmosphärische, biologische oder ökologische Prozesse entstanden sind und sich durch Schönheit, Einzigartigkeit oder Seltenheit auszeichnen. Viele sind zugleich Rückzugsorte und Lebensräume für seltene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten.
Die Organisationen hinter der Wahl
Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 vom Tierfilmpionier Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann gegründet. Sie widmet sich seit mehr als 30 Jahren dem Naturschutz. Dazu erwirbt sie unter anderem große unzerschnittene Landschaften und entwickelt Biotopverbünde, um seltene Lebensräume und Arten zu erhalten. Weitere Informationen bietet die Stiftung unter www.sielmann-stiftung.de.
Der Deutsche Wanderverband vertritt seit 1883 die Interessen von rund 70 landesweiten und regionalen Gebirgs- und Wandervereinen mit insgesamt 3.000 Ortsvereinen. Er arbeitet bundesweit zu Nachhaltigkeit, Wegearbeit, Wandern, Ausbildung und bürgerschaftlichem Engagement und ist als Naturschutzverband anerkannt. Weitere Informationen gibt es unter www.wanderverband.de.
Die Kandidaten liegen in Sachsen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Schleswig-Holstein. Zur Wahl stehen Felsformationen, Flusslandschaften sowie Trocken- und Feuchtgebiete. Einige der Orte zeigen zudem, wie Renaturierung und Naturschutz Lebensräume erhalten oder wiederherstellen können.
Wanderwege, Bohlenstege und geführte Touren erschließen die Gebiete für Besucher. Zugleich dienen viele von ihnen als Lebensraum für seltene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten.
„Vielfalt unserer heimischen Landschaften neu entdecken“
„Mit der Naturwunderwahl möchten wir alle Menschen dazu einladen, die Vielfalt unserer heimischen Landschaften neu zu entdecken“, sagt Fritz Brickwedde, Vorsitzender des Stiftungsrates der Heinz Sielmann Stiftung. „Die diesjährigen Kandidaten erzählen von der Erdgeschichte und biologischer Vielfalt, von der Kraft natürlicher Prozesse und der Wiederherstellung wertvoller Lebensräume.“
Zugleich gehe es um den Schutz der Gebiete. „Jeder dieser Orte steht auf eigene Weise für die Schönheit der Natur, aber auch für ihre Verletzlichkeit und die Notwendigkeit, sie zu schützen“, so Brickwedde.
Auch der Deutsche Wanderverband stellt die Verbindung zwischen Naturerlebnis und Schutz in den Mittelpunkt. „Wer zu Fuß in der Natur unterwegs ist, erlebt ihre Schönheit und Vielfalt besonders intensiv. Gut markierte Wege und eine umsichtige Besucherlenkung machen das möglich, ohne sensible Bereiche unnötig zu stören“, sagt DWV-Präsident Michael Ermrich.
Dafür leisteten die Wandervereine und ihre ehrenamtlich Engagierten einen „unverzichtbaren Beitrag“. Mit der Naturwunderwahl, so Ermrich, zeige man außerdem: „Nachhaltiger Wandertourismus und Naturschutz gehen Hand in Hand“.
Zur diesjährigen Wahl stehen:
- Steinzoo im Zittauer Gebirge
Drei Rundtouren führen durch eine Landschaft mit Mischwäldern, Bächen und Feuchtwiesen. Dort leben unter anderem Luchs, Fischotter und Wanderfalke.
- Badberg im Kaiserstuhl
Markierte Wege und geführte Exkursionen führen durch das Naturschutzgebiet und sollen Besucher durch die empfindliche Landschaft lenken.
- Teufelsmauer im Harzvorland
Nährstoffarme Böden und steile Felsbereiche dienen spezialisierten Pflanzen sowie Wanderfalken, Fledermäusen, Zauneidechsen und Schlingnattern als Rückzugsräume. Wanderwege bieten Ausblicke auf den Harz und das Harzvorland.
- Wiltinger Saarbogen
Eisvogel, Biber, Graureiher und Kormoran kommen dort vor. Geführte Kanutouren sollen ein naturverträgliches Erleben der Flusslandschaft ermöglichen.
- Bruchhauser Steine im Rothaargebirge
Ein Rundweg mit interaktiven Infotafeln erschließt die Felsformationen für Besucher.
- Druidenstein im Westerwald
Mehrere Wanderwege führen zum Druidenstein und vermitteln Informationen über Geologie und Bergbaugeschichte.
- Saalfelder Feengrotten
In dem ehemaligen Bergwerk entstanden über Jahrhunderte Tropfsteine, Sinterflächen und Grottenseen. Ein Weg durch die unterirdische Landschaft vermittelt zugleich Einblicke in die Geschichte des Bergbaus.
- Brenner Moor bei Bad Oldesloe
Auch Blaukehlchen, Nachtigall, Eisvogel und Kranich nutzen das Gebiet. Besucher können das Moor über einen Bohlenweg erkunden, ohne empfindliche Flächen zu betreten.
- Alperstedter Ried in Thüringen
Mehr als 1.280 Arten wurden dort nachgewiesen. Dazu gehören Bodenbrüter wie Kiebitz, Grauammer und Braunkehlchen. Ein Bohlenweg, ein Aussichtsturm und ein Aussichtshügel ermöglichen Besuchern Einblicke in die Entwicklung des Moores.
Abstimmung läuft bis Ende September
Die Online-Abstimmung läuft bis 27. September auf der Website der Heinz Sielmann Stiftung. Nach Ende der Publikumswahl wird das Ergebnis veröffentlicht. Der Gewinner erhält anschließend bei einer Preisverleihung den Titel „Naturwunder des Jahres 2026“.
Die Naturwunderwahl ist eine Initiative der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbands. Zunächst können Vorschläge für mögliche Kandidaten eingereicht werden. Eine Jury mit Vertretern beider Organisationen wählt daraus neun Naturorte für die Publikumsabstimmung aus. Ziel der Initiative ist es, das Umweltbewusstsein und den Schutz der Natur zu stärken.
Als Naturwunder gelten dabei Naturphänomene oder natürliche Erscheinungen, die häufig durch geologische, atmosphärische, biologische oder ökologische Prozesse entstanden sind und sich durch Schönheit, Einzigartigkeit oder Seltenheit auszeichnen. Viele sind zugleich Rückzugsorte und Lebensräume für seltene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten.
Die Organisationen hinter der Wahl
Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 vom Tierfilmpionier Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann gegründet. Sie widmet sich seit mehr als 30 Jahren dem Naturschutz. Dazu erwirbt sie unter anderem große unzerschnittene Landschaften und entwickelt Biotopverbünde, um seltene Lebensräume und Arten zu erhalten. Weitere Informationen bietet die Stiftung unter www.sielmann-stiftung.de.
Der Deutsche Wanderverband vertritt seit 1883 die Interessen von rund 70 landesweiten und regionalen Gebirgs- und Wandervereinen mit insgesamt 3.000 Ortsvereinen. Er arbeitet bundesweit zu Nachhaltigkeit, Wegearbeit, Wandern, Ausbildung und bürgerschaftlichem Engagement und ist als Naturschutzverband anerkannt. Weitere Informationen gibt es unter www.wanderverband.de.

