EU-Förderprojekt14.07.26, 10:31 Uhr
KI-Roboter soll Kreuzfahrtgäste in Bremerhaven begrüßen
„Pepper“ soll Kreuzfahrtgästen künftig den Weg weisen: Die EU unterstützt ein gemeinsames KI-Projekt der Hochschule Bremerhaven und des Kreuzfahrtterminals mit 15.000 Euro. Der Roboter soll Besucher informieren, das Personal entlasten und die Barrierefreiheit verbessern.

Noch steht „Pepper“ in einem Informatik-Labor der Hochschule. Timo Schön (von links) Niklas Nakotte, Florian Bartels und Thomas Umland können ihn aber bereits beschäftigen. Foto: Brockmann/Erlebnis Bremerhaven GmbH
Die Europäische Union fördert ein KI-Projekt am Kreuzfahrtterminal Bremerhaven mit 15.000 Euro. Gemeinsam entwickeln die Hochschule Bremerhaven und Bremerhaven Cruise Ports einen Besucherservice, bei dem ein humanoider Roboter mit dem Namen „Pepper“ künftig Kreuzfahrtgäste begrüßen, Fragen beantworten und das Terminalpersonal unterstützen soll.
Das Vorhaben gehört zu zwei Projekten, die im zweiten deutschen Förderaufruf des EU-Programms Inpires ausgewählt wurden.
Insgesamt hatten sich acht Kooperationen um die beiden Förderungen beworben. Neben dem Bremerhavener Projekt erhielt auch ein Vorhaben aus Baden-Württemberg eine Förderung. Dort entsteht eine Plattform zur automatisierten Berechnung von CO₂-Fußabdrücken von Hotels und Reiseverläufen.
KI und soziale Robotik für den Besucherservice
Die Global Ports Holding als Betreiberin des Bremerhavener Kreuzfahrtterminals entwickelt das Projekt gemeinsam mit der Hochschule Bremerhaven. Mithilfe von künstlicher Intelligenz und sozialer Robotik soll Pepper Besucher aktiv ansprechen, Fragen beantworten, bei der Orientierung helfen und touristische Informationen über Bremerhaven vermitteln. Gleichzeitig soll der Roboter das Personal entlasten und die Barrierefreiheit verbessern.
Im Unterschied zu einem klassischen Infoterminal kann sich Pepper frei durch das Terminal bewegen und selbstständig auf Gäste zugehen. Auf seinem Display zeigt er ergänzende Informationen oder QR-Codes zu Sehenswürdigkeiten, Stadtrundgängen und touristischen Angeboten.
Studierende machen den Roboter fit für den Einsatz
An der Hochschule Bremerhaven betreut Thomas Umland das Projekt gemeinsam mit vier Informatikstudenten. Der mehr als zehn Jahre alte Roboter wurde zunächst technisch modernisiert und mit aktueller KI-Technologie ausgestattet.
„Als wir das erste Mal mit Pepper reden konnten, war das ein besonderer Moment für uns“, sagt Student Niklas Nakotte. Anschließend entwickelte das Team die Persönlichkeit des Roboters. Er soll ausschließlich als Experte für Bremerhaven und das Kreuzfahrtterminal auftreten.
„Mit Pepper zeigen wir, wie Künstliche Intelligenz konkret den Tourismus unterstützen kann. Der Roboter übernimmt wiederkehrende Serviceaufgaben“, sagt Thomas Umland. „Gleichzeitig erhalten unsere Studierenden die Möglichkeit, moderne KI-Technologien unter realen Bedingungen zu entwickeln und zu testen. Das ist gelebter Wissenstransfer zwischen Hochschule und Praxis.“
Testbetrieb startet noch im Sommer
Im Kreuzfahrtterminal soll Pepper unter anderem den Weg in die Innenstadt erklären, beim Check-in unterstützen und individuelle Stadtrouten empfehlen – nahezu in jeder Sprache. Der Testbetrieb soll noch im Sommer beginnen und sechs bis acht Monate dauern.
Erste Erfahrungen sammelte das Projektteam bereits beim Tag der Informatik an der Hochschule. Dort beobachteten die Entwickler, wie Besucher mit dem Roboter interagierten und wie er auf unterschiedliche Situationen reagierte.
Perspektive für weitere Kreuzfahrtterminals
Auch der Terminalbetreiber sieht Potenzial über Bremerhaven hinaus. „Wir hoffen, dass wir ihn einschalten und dann nicht wiedersehen“, sagt Timo Schön, Geschäftsführer des Bremerhaven Cruise Ports. „Er ist kein Gimmick, sondern kann uns beim Groundhandling tatsächlich unterstützen.“
Der Bremerhaven Cruise Port gehört zur Global Ports Holding, dem weltweit größten Betreiber von Kreuzfahrtterminals. „Vielleicht schicken wir von hier digitale Gästeführer in die Welt“, sagt Schön. „Unser Unternehmen hat großes Interesse an den Ergebnissen.“
Leadpartner des Projekts ist die Erlebnis Bremerhaven GmbH. Sie koordiniert die Zusammenarbeit von Tourismusorganisationen aus Deutschland, Belgien, Bulgarien, Finnland, Polen und Spanien. Unterstützt wird das Vorhaben vom Referat für Wirtschaft, Tourismus und Wissenschaft.
Das Vorhaben gehört zu zwei Projekten, die im zweiten deutschen Förderaufruf des EU-Programms Inpires ausgewählt wurden.
Insgesamt hatten sich acht Kooperationen um die beiden Förderungen beworben. Neben dem Bremerhavener Projekt erhielt auch ein Vorhaben aus Baden-Württemberg eine Förderung. Dort entsteht eine Plattform zur automatisierten Berechnung von CO₂-Fußabdrücken von Hotels und Reiseverläufen.
KI und soziale Robotik für den Besucherservice
Die Global Ports Holding als Betreiberin des Bremerhavener Kreuzfahrtterminals entwickelt das Projekt gemeinsam mit der Hochschule Bremerhaven. Mithilfe von künstlicher Intelligenz und sozialer Robotik soll Pepper Besucher aktiv ansprechen, Fragen beantworten, bei der Orientierung helfen und touristische Informationen über Bremerhaven vermitteln. Gleichzeitig soll der Roboter das Personal entlasten und die Barrierefreiheit verbessern.
Im Unterschied zu einem klassischen Infoterminal kann sich Pepper frei durch das Terminal bewegen und selbstständig auf Gäste zugehen. Auf seinem Display zeigt er ergänzende Informationen oder QR-Codes zu Sehenswürdigkeiten, Stadtrundgängen und touristischen Angeboten.
Studierende machen den Roboter fit für den Einsatz
An der Hochschule Bremerhaven betreut Thomas Umland das Projekt gemeinsam mit vier Informatikstudenten. Der mehr als zehn Jahre alte Roboter wurde zunächst technisch modernisiert und mit aktueller KI-Technologie ausgestattet.
„Als wir das erste Mal mit Pepper reden konnten, war das ein besonderer Moment für uns“, sagt Student Niklas Nakotte. Anschließend entwickelte das Team die Persönlichkeit des Roboters. Er soll ausschließlich als Experte für Bremerhaven und das Kreuzfahrtterminal auftreten.
„Mit Pepper zeigen wir, wie Künstliche Intelligenz konkret den Tourismus unterstützen kann. Der Roboter übernimmt wiederkehrende Serviceaufgaben“, sagt Thomas Umland. „Gleichzeitig erhalten unsere Studierenden die Möglichkeit, moderne KI-Technologien unter realen Bedingungen zu entwickeln und zu testen. Das ist gelebter Wissenstransfer zwischen Hochschule und Praxis.“
Testbetrieb startet noch im Sommer
Im Kreuzfahrtterminal soll Pepper unter anderem den Weg in die Innenstadt erklären, beim Check-in unterstützen und individuelle Stadtrouten empfehlen – nahezu in jeder Sprache. Der Testbetrieb soll noch im Sommer beginnen und sechs bis acht Monate dauern.
Erste Erfahrungen sammelte das Projektteam bereits beim Tag der Informatik an der Hochschule. Dort beobachteten die Entwickler, wie Besucher mit dem Roboter interagierten und wie er auf unterschiedliche Situationen reagierte.
Perspektive für weitere Kreuzfahrtterminals
Auch der Terminalbetreiber sieht Potenzial über Bremerhaven hinaus. „Wir hoffen, dass wir ihn einschalten und dann nicht wiedersehen“, sagt Timo Schön, Geschäftsführer des Bremerhaven Cruise Ports. „Er ist kein Gimmick, sondern kann uns beim Groundhandling tatsächlich unterstützen.“
Der Bremerhaven Cruise Port gehört zur Global Ports Holding, dem weltweit größten Betreiber von Kreuzfahrtterminals. „Vielleicht schicken wir von hier digitale Gästeführer in die Welt“, sagt Schön. „Unser Unternehmen hat großes Interesse an den Ergebnissen.“
Leadpartner des Projekts ist die Erlebnis Bremerhaven GmbH. Sie koordiniert die Zusammenarbeit von Tourismusorganisationen aus Deutschland, Belgien, Bulgarien, Finnland, Polen und Spanien. Unterstützt wird das Vorhaben vom Referat für Wirtschaft, Tourismus und Wissenschaft.

