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Weitere Normalisierung
24.06.26, 17:10 Uhr

Außenamt lockert Reisewarnung für mehrere Golfstaaten

Die Emirate, Oman, Bahrain und Katar gelten wieder als regulär bereisbar. Mit der erneuten Lockerung der Sicherheitshinweise fällt ein wichtiges Hindernis für den Vertrieb weg. Damit verbessern sich die Rahmenbedingungen für Veranstalter, Airlines und Reisebüros.

Die Sicherheitslage in weiten Teilen der Golfregion hat sich aus Sicht des Auswärtigen Amts entspannt. Foto: iStock
Das Auswärtige Amt hat seine Sicherheitshinweise für mehrere Golfstaaten erneut gelockert und rät nicht mehr von Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Bahrain und Katar ab. Die Entwicklung ist ein weiterer Schritt zur Normalisierung nach monatelangen Einschränkungen infolge des Irankriegs – und dürfte die Buchungslage für Reisebüros und Veranstalter allmählich verbessern.
 
Hintergrund: Eskalation ab Februar
 
Die Krise begann Ende Februar, als das Auswärtige Amt infolge militärischer Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und den USA sowie Israel für die gesamte Golfregion – darunter VAE, Saudi-Arabien, Katar, Oman, Bahrain, Kuwait, Jordanien und weitere Staaten – die höchste Warnstufe aussprach.

Rund 30.000 Reisende deutscher Veranstalter waren laut Deutschem Reiseverband (DRV) direkt betroffen, die großen Drehkreuze Dubai, Abu Dhabi und Doha blieben zeitweise geschlossen.
 
Schrittweise Lockerungen seit Mai
 
Zu Anfang Mai hatte das Auswärtige Amt die formelle Reisewarnung – die höchste Warnstufe – für die meisten Golfstaaten aufgehoben und die Lage auf „dringendes Abraten“ herabgestuft. Gleichzeitig gab das Ministerium grünes Licht für Transitreisen durch die betroffenen Länder.

Die aktuelle Lockerung geht einen wesentlichen Schritt weiter: Das „dringende Abraten“ vollständig, nachdem Iran und USA vergangene Woche eine Absichtserklärung zur Beendigung der militärischen Auseinandersetzungen unterzeichnet haben.
 
Differenziertes Bild je nach Land
 
Die Lage ist weiterhin nicht einheitlich. Für Kuwait rät das Auswärtige Amt weiterhin von Reisen ab, für Saudi-Arabien gilt die Empfehlung noch für Teile des Grenzgebiets zu Jemen. Für den Iran und den Irak bestehen nach wie vor ausdrückliche Reisewarnungen auf höchster Stufe.

Die Sicherheitslage in der Region bleibt volatil – das Ministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass eine kurzfristige Neubewertung jederzeit möglich ist.

Relevanz für den Reisevertrieb

Für Reisebüros und Veranstalter bedeutet die Neubewertung konkret: Das kostenlose Rücktrittsrecht für Pauschalreisen in die nun freigegebenen Länder entfällt grundsätzlich – Buchungen können wieder unter regulären Konditionen abgeschlossen werden.

Airlines sind jedoch weiterhin unterschiedlich positioniert: Die Lufthansa-Gruppe hat Flüge unter anderem nach Dubai und Abu Dhabi bis Oktober 2026 ausgesetzt. Reisende sollten aktuelle Flugverfügbarkeiten und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de sowie die App „Sicher Reisen" regelmäßig prüfen.