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Plage aus dem Meer
17.06.26, 11:34 Uhr

Sargassum-Algen belasten Strände in Mexiko und der Karibik

Die Braunalge Sargassum entwickelt sich in Teilen der Karibik und Mexikos zunehmend zu einem wiederkehrenden Reiseproblem. Während die Algen auf dem offenen Meer ein wichtiges Ökosystem bilden, können sie an Stränden das Badeerlebnis beeinträchtigen.

Von Cancún über Barbados bis zu den Florida Keys: Große Sargassum-Mengen sorgen derzeit in zahlreichen Badezielen für Einschränkungen. Foto: iStock/reesee_tereesee
Große Mengen der Braunalge Sargassum beeinträchtigen derzeit zahlreiche Küstenabschnitte im tropischen Atlantik, in der Karibik und rund um den Golf von Mexiko. Das teilt der Krisenmonitoring-Anbieter A3M mit.

Betroffen sind unter anderem die mexikanische Karibikküste mit Urlaubsorten wie Cancún, Playa del Carmen und Tulum, die Florida Keys, Teile Floridas sowie mehrere Karibikinseln. Das Phänomen gilt inzwischen als wiederkehrendes Saisonproblem.

„Sargassum ist für viele Reiseziele längst mehr als ein ästhetisches Strandproblem“, sagt Marcel Conrad, Chief Content Manager bei A3M. „Wo große Mengen anlanden und sich zersetzen, können Geruch, eingeschränkte Badebedingungen, Räumarbeiten und lokale Belastungen für Umwelt und Infrastruktur den Urlaub spürbar beeinträchtigen. Für Reisende ist deshalb wichtig, nicht nur das Land oder die Region zu betrachten, sondern den konkret gebuchten Küstenabschnitt.“

Problem an den Küsten

Sargassum ist eine frei treibende Braunalge, die auf dem offenen Meer Lebensraum für Fische, Schildkröten, Krebse und weitere Meeresorganismen bietet. Gelangen jedoch große Mengen an die Küsten und beginnen sich dort zu zersetzen, kann dies zu unangenehmen Gerüchen, optischen Beeinträchtigungen, erschwertem Zugang zum Wasser sowie Einschränkungen beim Baden führen. Häufig sind zudem umfangreiche Räumarbeiten erforderlich.

Besonders häufig betroffen sind Teile der Karibik und die mexikanische Karibikküste. In Orten wie Cancún, Playa del Carmen, Tulum, Akumal oder Puerto Morelos verändert die Alge in starken Phasen das Erscheinungsbild der Strände deutlich. Saisonale Belastungen treten außerdem auf den Florida Keys, an Floridas Ostküste, in Teilen des Golfs von Mexiko sowie auf Inseln wie Barbados, Puerto Rico, Jamaika und der Dominikanischen Republik auf. Auch mehrere Kleine Antillen sind betroffen. Die Situation kann sich dabei selbst auf kurzen Entfernungen stark unterscheiden.

„Gerade in klassischen Badeurlaubszielen kann Sargassum die Erwartung an einen Strandaufenthalt deutlich verändern“, sagt Conrad. „Katalogbilder, allgemeine Destinationsbeschreibungen oder ältere Erfahrungsberichte reichen deshalb nicht aus, um die aktuelle Lage einzuschätzen. Entscheidend sind tagesaktuelle Informationen zum konkreten Strand, zur Küstenlage des Hotels und zu möglichen Ausweichoptionen.“

Belastung vor allem zwischen Frühjahr und Herbst

In Mexiko und vielen Teilen der Karibik beginnt die Sargassum-Saison häufig im Frühjahr und reicht bis in den Herbst. Besonders betroffen sind meist die Monate vom späten Frühjahr bis in den Sommer. Wind, Strömungen, Wellen, Wetterlage und die Form der Küste beeinflussen dabei maßgeblich, wo und in welchem Umfang die Algen anlanden.

Die stärkste Belastung fällt damit überwiegend in die Monate außerhalb der klassischen Winterhochsaison und überschneidet sich teilweise mit der Hurrikan-Saison. In den Wintermonaten tritt Sargassum deutlich seltener auf, auch wenn lokale Anlandungen weiterhin möglich sind.

Aktuelle Informationen vor der Reise prüfen

A3M empfiehlt Reisenden nach Mexiko, in die Karibik, nach Florida und in betroffene Regionen des Golfs von Mexiko, die aktuelle Sargassum-Lage bereits bei der Reiseplanung zu berücksichtigen. Hilfreich sind aktuelle Strandberichte, Livebilder, Hotelinformationen, Hinweise lokaler Behörden sowie spezielle Monitoring-Angebote.

Bei der Wahl der Unterkunft können geschützte Buchten, weniger exponierte Strandabschnitte oder alternative Bade- und Ausflugsmöglichkeiten eine Rolle spielen.