Reisesicherheit15.06.26, 13:31 Uhr
LGBTQ Risk Map zeigt mehr Risiken für queere Reisende
Neue Gesetze, strengere Strafen und Einschränkungen bestehender Rechte verschärfen die Situation für LGBTQ-Personen in zahlreichen Ländern. Die LGBTQ Risk Map 2026 bewertet 91 Staaten als Hochrisikogebiete, sieht aber auch einzelne Fortschritte.

Die Lage für LGBTQ-Reisende hat sich in mehreren Teilen der Welt verschlechtert. Foto: iStocksasirin pamai
Die rechtliche und gesellschaftliche Situation für LGBTQ-Personen hat sich in mehreren Ländern verschlechtert. Das zeigt die LGBTQ Risk Map 2026, die Safeture gemeinsam mit dem Reisesicherheitsanbieter Riskline veröffentlicht hat. Die jährliche Analyse bewertet die Lage in 233 Ländern und Territorien und stuft weltweit 91 Staaten als Hochrisikogebiete für LGBTQ-Reisende ein.
91 Länder gelten als Hochrisikogebiete
Die Karte ordnet 91 Länder der höchsten Risikokategorie zu. In 62 Staaten besteht ein mittleres Risiko, 80 Länder gelten als risikoarm.
Im Vergleich zum Vorjahr verschlechterte sich die Bewertung unter anderem für Belarus, Burkina Faso, Indien, Japan, Kasachstan, Senegal, die Slowakei und die USA. Ausschlaggebend sind neue Gesetze, verschärfte Strafen, Einschränkungen bestehender Rechte sowie strengere Vorgaben zur Anerkennung geschlechtlicher Identitäten und entsprechender Reisedokumente.
Westeuropa bleibt die sicherste Region
Westeuropa bleibt die Region mit den geringsten Risiken für LGBTQ-Reisende. Alle dort bewerteten Länder werden der niedrigsten Risikostufe zugeordnet.
Anders stellt sich die Situation im Nahen Osten und in Nordafrika dar. Dort gehören die meisten Staaten weiterhin zur höchsten Risikokategorie. Ausnahmen sind Israel, das als risikoarm eingestuft wird, sowie der Libanon mit mittlerem Risiko.
Verschärfungen in Afrika
In Subsahara-Afrika gelten rund 80 Prozent der bewerteten Länder als Hochrisikogebiete. Besonders deutlich verschlechterte sich die Situation in Burkina Faso und Senegal.
Burkina Faso führte nach dem Militärputsch von 2022 erstmals ein Gesetz zur Kriminalisierung homosexueller Handlungen ein. In Senegal wurden die Haftstrafen für gleichgeschlechtliche Beziehungen verdoppelt.
Neue in Europa, Asien, USA
Auch in Europa und Eurasien verschlechterten neue gesetzliche Regelungen die Bewertung einzelner Staaten. Kasachstan beschränkt Informationen über sogenannte „nicht-traditionelle sexuelle Orientierungen“. Die Slowakei schränkt die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare weiter ein. Belarus verabschiedete ein Gesetz gegen sogenannte „LGBT-Propaganda“, das Geldstrafen oder Verhaftungen ermöglichen könnte.
In Asien sieht ein neues Gesetz in Indien vor, die bislang mögliche Selbstidentifikation von Transgender-Personen einzuschränken. In Japan bestätigte ein Gericht die Verfassungsmäßigkeit des Verbots gleichgeschlechtlicher Ehen.
In den USA wurden die Vorgaben für Reisedokumente verschärft. Künftig sollen Reisepässe ausschließlich das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht ausweisen. Der Geschlechtseintrag „X“ wird nicht mehr anerkannt.
Auch positive Entwicklungen
Die Analyse verweist zugleich auf Fortschritte in einzelnen Staaten. Botswana und St. Lucia schafften Gesetze ab, die gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen Männern kriminalisierten. Beide Länder wurden deshalb in der aktuellen Karte besser bewertet.
Die LGBTQ Risk Map 2026 steht kostenlos zum Download bereit und soll Unternehmen, Travel Managern und Reisenden bei der Planung internationaler Reisen unterstützen.
91 Länder gelten als Hochrisikogebiete
Die Karte ordnet 91 Länder der höchsten Risikokategorie zu. In 62 Staaten besteht ein mittleres Risiko, 80 Länder gelten als risikoarm.
Im Vergleich zum Vorjahr verschlechterte sich die Bewertung unter anderem für Belarus, Burkina Faso, Indien, Japan, Kasachstan, Senegal, die Slowakei und die USA. Ausschlaggebend sind neue Gesetze, verschärfte Strafen, Einschränkungen bestehender Rechte sowie strengere Vorgaben zur Anerkennung geschlechtlicher Identitäten und entsprechender Reisedokumente.
Westeuropa bleibt die sicherste Region
Westeuropa bleibt die Region mit den geringsten Risiken für LGBTQ-Reisende. Alle dort bewerteten Länder werden der niedrigsten Risikostufe zugeordnet.
Anders stellt sich die Situation im Nahen Osten und in Nordafrika dar. Dort gehören die meisten Staaten weiterhin zur höchsten Risikokategorie. Ausnahmen sind Israel, das als risikoarm eingestuft wird, sowie der Libanon mit mittlerem Risiko.
Verschärfungen in Afrika
In Subsahara-Afrika gelten rund 80 Prozent der bewerteten Länder als Hochrisikogebiete. Besonders deutlich verschlechterte sich die Situation in Burkina Faso und Senegal.
Burkina Faso führte nach dem Militärputsch von 2022 erstmals ein Gesetz zur Kriminalisierung homosexueller Handlungen ein. In Senegal wurden die Haftstrafen für gleichgeschlechtliche Beziehungen verdoppelt.
Neue in Europa, Asien, USA
Auch in Europa und Eurasien verschlechterten neue gesetzliche Regelungen die Bewertung einzelner Staaten. Kasachstan beschränkt Informationen über sogenannte „nicht-traditionelle sexuelle Orientierungen“. Die Slowakei schränkt die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare weiter ein. Belarus verabschiedete ein Gesetz gegen sogenannte „LGBT-Propaganda“, das Geldstrafen oder Verhaftungen ermöglichen könnte.
In Asien sieht ein neues Gesetz in Indien vor, die bislang mögliche Selbstidentifikation von Transgender-Personen einzuschränken. In Japan bestätigte ein Gericht die Verfassungsmäßigkeit des Verbots gleichgeschlechtlicher Ehen.
In den USA wurden die Vorgaben für Reisedokumente verschärft. Künftig sollen Reisepässe ausschließlich das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht ausweisen. Der Geschlechtseintrag „X“ wird nicht mehr anerkannt.
Auch positive Entwicklungen
Die Analyse verweist zugleich auf Fortschritte in einzelnen Staaten. Botswana und St. Lucia schafften Gesetze ab, die gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen Männern kriminalisierten. Beide Länder wurden deshalb in der aktuellen Karte besser bewertet.
Die LGBTQ Risk Map 2026 steht kostenlos zum Download bereit und soll Unternehmen, Travel Managern und Reisenden bei der Planung internationaler Reisen unterstützen.

