„Copen Pay“ jetzt ganzjährig09.06.26, 14:12 Uhr
Kopenhagen belohnt Touristen für gutes Verhalten
Die dänische Hauptstadt setzt auf Anreize statt Verbote. Mit Copen Pay erhalten Besucher Vergünstigungen für nachhaltiges Verhalten – von der Bahnanreise bis zum Müllsammeln. Ab dem 22. Juni wird das preisgekrönte Modell zur ganzjährig verfügbaren Plattform ausgebaut.

Kopenhagen macht aus gutem Verhalten ein Reiseerlebnis. Foto: Daniel Rasmussen/Visit Copenhagen
Kopenhagen baut seine Tourismusinitiative Copen Pay aus und macht sie ab dem 22. Juni zu einer ganzjährig verfügbaren Plattform. Das Programm belohnt Besucher der dänischen Hauptstadt für positives Verhalten – etwa für die Anreise mit dem Zug, das Sammeln von Müll oder andere Beiträge für die Stadtgemeinschaft. Als Gegenleistung erhalten sie kostenlose oder vergünstigte Erlebnisse.
Mehr als 30.000 Besucher haben seit dem Start an Aktionen teilgenommen. Inzwischen steht das Modell auch anderen Destinationen offen. Unter dem Namen Destination Pay wurde es bereits von mehreren Tourismusorganisationen übernommen, darunter Visit Berlin und Bremen Tourismus.
Positive Erlebnisse statt klassisches Sightseeing
Copen Pay soll Touristen dazu motivieren, sich aktiv einzubringen und die Stadt auf andere Weise zu erleben. Statt klassischer Besichtigungen stehen Mitmachen und Engagement im Mittelpunkt.
„In einer Zeit, in der TouristInnen weltweit oft für ihr Verhalten kritisiert werden, bietet CopenPay in Kopenhagen eine neue Möglichkeit, sich positiv mit der Stadt auseinanderzusetzen", sagt Rikke Holm Petersen, Leiterin des Bereichs Verhalten bei Wonderful Copenhagen. „Inspiration und soziales Engagement scheinen die neuen Souvenirs zu sein.“
Studie zeigt überraschende Motivation
Eine Untersuchung der Analyseagentur Maple zeigt, dass die meisten Teilnehmer nicht wegen der Belohnungen mitmachen. Nur 23 Prozent nannten die Vergünstigungen als wichtigste Motivation.
Für 48 Prozent steht dagegen die Möglichkeit im Vordergrund, etwas Sinnvolles zu tun und besondere Erfahrungen zu sammeln. Zudem gaben sieben von zehn Teilnehmern an, ihr Verhalten auch nach der Reise verändert zu haben.
„Unser Ziel ist es, positive Erlebnisse in der Stadt zu fördern, die Menschen aktiv aufsuchen, und ihnen Erfahrungen und Erkenntnisse mitzugeben, die sie mit nach Hause nehmen können“, sagt Petersen.
Anreise wird Teil des Konzepts
Eine wichtige Rolle spielt die Anreise. Gäste, die mit dem Zug nach Kopenhagen kommen, erhalten unter anderem kostenlose Leihfahrräder und können an Fahrradkursen teilnehmen. Auch Besucher mit Elektroautos profitieren von Vergünstigungen, etwa beim Parken oder Laden ihrer Fahrzeuge.
„Kopenhagen ist die Fahrradhauptstadt der Welt, und mit Copen Pay möchten wir unseren Gästen etwas mitgeben, das sie mit nach Hause nehmen können – und gleichzeitig die Fortbewegung in der Stadt für alle sicherer machen“, sagt Petersen.
Während der bisherigen Laufzeit stieg die Nutzung von Leihfahrrädern um 59 Prozent.
Modell findet weltweit Nachahmer
Seit Februar 2026 stellt Wonderful Copenhagen das Konzept unter dem Namen DestinationPay weltweit kostenlos zur Verfügung. Mehr als 350 Destinationen wurden bereits in das Modell eingeführt und bei der Umsetzung unterstützt.
Neben Deutschland arbeiten auch Destinationen in Italien, Frankreich, den USA, Kanada, Japan und Australien an eigenen Programmen.
Mehr als 100 Partner beteiligen sich
An Copen Pay beteiligen sich inzwischen mehr als 100 lokale Partner, darunter Hotels, Museen, Restaurants und Sehenswürdigkeiten. Seit dem Start der Initiative wurden nach Angaben von Wonderful Copenhagen rund 1.200 Kilogramm Müll aus den Kopenhagener Kanälen gesammelt.
98 Prozent der Teilnehmer würden das Programm weiterempfehlen. Das ursprünglich 2024 gestartete Pilotprojekt wurde 2025 erweitert und 2026 zu einem dauerhaft laufenden Angebot ausgebaut.
Mehr als 30.000 Besucher haben seit dem Start an Aktionen teilgenommen. Inzwischen steht das Modell auch anderen Destinationen offen. Unter dem Namen Destination Pay wurde es bereits von mehreren Tourismusorganisationen übernommen, darunter Visit Berlin und Bremen Tourismus.
Positive Erlebnisse statt klassisches Sightseeing
Copen Pay soll Touristen dazu motivieren, sich aktiv einzubringen und die Stadt auf andere Weise zu erleben. Statt klassischer Besichtigungen stehen Mitmachen und Engagement im Mittelpunkt.
„In einer Zeit, in der TouristInnen weltweit oft für ihr Verhalten kritisiert werden, bietet CopenPay in Kopenhagen eine neue Möglichkeit, sich positiv mit der Stadt auseinanderzusetzen", sagt Rikke Holm Petersen, Leiterin des Bereichs Verhalten bei Wonderful Copenhagen. „Inspiration und soziales Engagement scheinen die neuen Souvenirs zu sein.“
Studie zeigt überraschende Motivation
Eine Untersuchung der Analyseagentur Maple zeigt, dass die meisten Teilnehmer nicht wegen der Belohnungen mitmachen. Nur 23 Prozent nannten die Vergünstigungen als wichtigste Motivation.
Für 48 Prozent steht dagegen die Möglichkeit im Vordergrund, etwas Sinnvolles zu tun und besondere Erfahrungen zu sammeln. Zudem gaben sieben von zehn Teilnehmern an, ihr Verhalten auch nach der Reise verändert zu haben.
„Unser Ziel ist es, positive Erlebnisse in der Stadt zu fördern, die Menschen aktiv aufsuchen, und ihnen Erfahrungen und Erkenntnisse mitzugeben, die sie mit nach Hause nehmen können“, sagt Petersen.
Anreise wird Teil des Konzepts
Eine wichtige Rolle spielt die Anreise. Gäste, die mit dem Zug nach Kopenhagen kommen, erhalten unter anderem kostenlose Leihfahrräder und können an Fahrradkursen teilnehmen. Auch Besucher mit Elektroautos profitieren von Vergünstigungen, etwa beim Parken oder Laden ihrer Fahrzeuge.
„Kopenhagen ist die Fahrradhauptstadt der Welt, und mit Copen Pay möchten wir unseren Gästen etwas mitgeben, das sie mit nach Hause nehmen können – und gleichzeitig die Fortbewegung in der Stadt für alle sicherer machen“, sagt Petersen.
Während der bisherigen Laufzeit stieg die Nutzung von Leihfahrrädern um 59 Prozent.
Modell findet weltweit Nachahmer
Seit Februar 2026 stellt Wonderful Copenhagen das Konzept unter dem Namen DestinationPay weltweit kostenlos zur Verfügung. Mehr als 350 Destinationen wurden bereits in das Modell eingeführt und bei der Umsetzung unterstützt.
Neben Deutschland arbeiten auch Destinationen in Italien, Frankreich, den USA, Kanada, Japan und Australien an eigenen Programmen.
Mehr als 100 Partner beteiligen sich
An Copen Pay beteiligen sich inzwischen mehr als 100 lokale Partner, darunter Hotels, Museen, Restaurants und Sehenswürdigkeiten. Seit dem Start der Initiative wurden nach Angaben von Wonderful Copenhagen rund 1.200 Kilogramm Müll aus den Kopenhagener Kanälen gesammelt.
98 Prozent der Teilnehmer würden das Programm weiterempfehlen. Das ursprünglich 2024 gestartete Pilotprojekt wurde 2025 erweitert und 2026 zu einem dauerhaft laufenden Angebot ausgebaut.

